US Open

Gojowczyk mit 32 in erstem Grand-Slam-Achtelfinale

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Tennisprofi Peter Gojowczyk

Tennisprofi Peter Gojowczyk

Foto: dpa

Ohne Trainer ist er nach New York gereist. Nun hat Peter Gojowczyk bei den US Open für eine Überraschung gesorgt.

New York. Der Münchner Tennisprofi Peter Gojowczyk hat bei den US Open in New York das Duell der Qualifikanten für sich entschieden und zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der 32 Jahre alte Münchner gewann am Freitag gegen Henri Laaksonen aus der Schweiz mit 3:6, 6:3, 6:1, 6:4.

Sieg für Peter Gojowczyk im Duell der Qulifikanten

Beide Kontrahenten hatten sich über die Qualifikation einen Platz im Hauptfeld gesichert. Nach 2:07 Stunden verwandelte Gojowczyk, die Nummer 141 der Weltrangliste, seinen ersten Matchball gegen den an Position 130 geführten Laaksonen. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft Gojowczyk nun auf den an Nummer drei gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas oder Carlos Alcaraz aus Spanien.

In der Runde zuvor hatte der nach zahlreichen Verletzungen in der Weltrangliste zurückgefallene frühere Davis-Cup-Spieler noch den favorisierten Serben Dusan Lajovic in fünf Sätzen bezwungen. Schon mit seinem Erstrundensieg gegen den an Nummer 23 gesetzten Franzosen Ugo Humbert ebenfalls in fünf Durchgängen hatte er überrascht.

Ärger mit der Schiedsrichterin

"Ich habe den Glauben nie verloren. Ich habe auch immer das Gefühl, wenn mein Körper fit ist, dass ich auch hierhergehöre", hatte Gojowczyk nach diesem Erfolg gesagt. Ohne Trainer war er nach New York gereist, in der ersten Runde hatte er sich noch maßlos darüber geärgert, dass die Schiedsrichterin seinen Namen mehrmals falsch ausgesprochen hatte.

Gegen Laaksonen gab Gojowczyk zwar den ersten Satz nach 32 Minuten ab, kam dann aber besser und besser ins Spiel. Im Grandstand, dem drittgrößten Stadion auf der Anlage in Flushing Meadows, startete der Münchner zwar im vierten Satz mit einem Doppelfehler in sein Aufschlagspiel bei 5:4-Führung. Doch anschließend wehrte er zwei Breakbälle ab und spielte weiter mutig und nervenstark. Nach etwas mehr als zwei Stunden durfte er über seinen größten Erfolg neben dem ATP-Titel 2017 in Metz und dem erfolgreichen Davis-Cup-Auftritt 2014 in Frankreich jubeln. (dpa)