Fußball-EM

Tücken der Reiseplanung: Eine Buchung, die ist lustig…

Kai Schiller

Die Schlussphase der Partie Deutschland gegen Ungarn war nicht einfach für den Reporter. Doch es ging noch schlimmer. Eine Kolumne.

Herzogenaurach. Ein Geständnis: Der Spielbericht, den Sie am Donnerstag in der Zeitung oder im E-Paper gelesen haben, war einer der schwierigsten, der je verfasst wurde. Schließlich muss man den Artikel als Reporter im Stadion mit dem Schlusspfiff in die Redaktionen schicken. Bei der Partie gegen Ungarn war das eine Herkulesaufgabe, weil sich in der Schlussphase alle Szenarien zwischen Platz eins und vier im Minutentakt abwechselten.

So wird man Europameister im Buchen

Nicht weniger kompliziert als der Spielbericht war allerdings die Reiseplanung, die wir bereits vorher initiierten. So hatten wir bereits einen London-Flug ins Auge gefasst, einen Bukarest-Flug (für den Fall des Gruppensiegs) hatten wir sogar schon reserviert. Und hierbei darf ganz nüchtern festgehalten werden, dass jede Buchung eines Wizz-Air-Flugs (in diesem Fall von Nürnberg nach Bukarest) ungefähr zehn Mal so kompliziert wie ein Spielbericht am letzten Gruppenspieltag ist.

Wer es schafft, einen einfachen Flug (ohne Upgrade, ohne kostenpflichtige Sitzplatzauswahl, ohne Zusatzversicherung, ohne Wizz-Flex-Option, ohne angebotenen Privilege-Pass, ohne teures Aufgabegepäck, ohne zusätzliches Handgepäck und ohne Pi mal Daumen 100 weiterer Zusatzgeschichten) zu buchen, der ist ohnehin Flug-Buch-Europameister.

Buchung für die Katz, Schuld hat Leroy Sané

Am Ende war die ganze Frühbuchung für die Katz, weil Leroy Sané in der letzten Minute den Ball nicht gescheit quer legen konnte. Aber sei’s drum: London ist auch schön – und vor allem ohne Wizz Air zu erreichen.