Nationalmannschaft

Joachim Löw hofft noch auf Goretzka-Einsatz gegen Frankreich

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Sebastian Weßling
Machte beim DFB-Training einen guten Eindruck: Bayern-Star Leon Goretzka (l.).

Machte beim DFB-Training einen guten Eindruck: Bayern-Star Leon Goretzka (l.).

Foto: AFP

Ein Einsatz von Leon Goretzka gegen Frankreich schien ausgeschlossen. Nun aber macht Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Auftakt Hoffnung.

München. Eigentlich war das Thema geklärt: Leon Goretzka komme für das Eröffnungsspiel nicht infrage, hatte Oliver Bierhoff erklärt – der Direktor Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund und mithin der oberste Verantwortliche für die Nationalmannschaft. Dass sein Untergebener, Bundestrainer Joachim Löw, am Montagabend widerspricht, hat allerdings nichts mit mangelnder Disziplin eines Untergebenen zu tun – sondern mit Goretzkas erfreulicher Entwicklung in den vergangenen Tagen. Der Mittelfeldspieler ist tatsächlich eine Option für das Auftaktspiel gegen Frankreich (Dienstag, 21 Uhr/ARD).

„Bis auf Jonas Hofmann sind alle Spieler beim Training gewesen, Leon auch“, sagt Löw am Abend vor dem Spiel in der Münchener Arena. „Leon hat jetzt vier, fünf Einheiten mit der Mannschaft hinter sich und einen sehr guten Eindruck gemacht. Von der Verletzung ist überhaupt nichts zu spüren.“ Im Mai hatte der Bayern-Profi einen Muskelfaserriss erlitten und daher den Saison-Endspurt verpasst. Nun kann er wieder spielen, ein Einsatz sei kein Risiko, sagen die Mannschaftsärzte. Löw hat mit Goretzka vereinbart, dass sie nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Bundestrainer Löw will mit Goretzka reden

„Klar ist, dass er nicht in der Startaufstellung sein wird, dafür war die Verletzungspause zu lang“, sagt Löws. „Ich werde heute Abend in Ruhe mit ihm und den Ärzten besprechen, ob er dabei sein und eventuell für eine gewisse Zeit spielen kann.“

Sollte Goretzka wie auch Hofmann ausfallen, müsste Löw nur noch einen Spieler streichen – denn aus dem 26-Mann-Kader dürfen nur 23 auf den Spielberichtsbogen. Eine Regel, vond er der Bundestrainer gar nichts hält. „Dass man in der Pandemie 26 Spieler nominieren darf, war die richtige Entscheidung, sagt er. „Es war dann aber die falsche, dass nur 23 auf den Spielberichtsbogen dürfen und Rest auf die Tribüne muss.“ Wen es trifft, muss Löw noch entscheiden – es hängt ja auch davon ab, wie sich Leon Goretzka fühlt.