Fussball

Ex-Fifa-Boss Blatter für weitere sechs Jahre gesperrt

Weiterhin gesperrt: Der ehemalige Fifa-Präsident Joseph Blatter.

Weiterhin gesperrt: Der ehemalige Fifa-Präsident Joseph Blatter.

Foto: AFP

Noch sind Joseph Blatter und Jerôme Valcke von der Ethikkommission der Fifa gesperrt. Diese Strafen wurden nun sogar erweitert.

Zürich. Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes hat weitere Strafen gegen den früheren Fifa-Präsident Joseph Blatter und den ehemaligen Generalsekretär Jerôme Valcke verhängt. Die beiden Funktionäre wurden jeweils für sechs Jahre und acht Monate für nationale und internationale Fußball-Tätigkeiten gesperrt und zudem mit einer Geldstrafe von jeweils einer Million Schweizer Franken belegt. Blatter und Valcke werden mehrere Vergehen zur Last gelegt, wie etwa Interessenkonflikte oder das Angebot beziehungsweise die Annahme von Geschenken oder sonstigen Vorteilen. Das teilte die Fifa am Mittwoch mit.

Da die früheren Fifa-Bosse aktuell noch eine Strafe verbüßen, treten die Sanktionen erst nach deren Ablauf in Kraft. Im Fall Blatter also ab dem 8. Oktober 2021, bei Valcke läuft die erste Sperre erst am 8. Oktober 2025 ab.

Blatter war im Herbst 2016 für sechs Jahre gesperrt worden

Der 85-jährige Blatter war bis Herbst 2015 Fifa-Präsident, ehe er zusammen mit dem damaligen Uefa-Präsidenten Michel Platini von der Ethikkommission des Verbandes suspendiert und später zunächst für acht Jahre gesperrt wurde. Die Sanktion wurde dann auf sechs Jahre reduziert. Im Kern ging es um eine Zahlung von zwei Millionen Franken von der Fifa an Platini aus dem Jahr 2011.

Keller gegen Curtius: DFB-Fehde überschattet LänderspieleValcke war 2015 wegen Verstößen gegen den Ethikcode des Weltverbandes in mehreren Punkten zunächst für zwölf Jahre gesperrt worden, ehe das Strafmaß um zwei Jahre reduziert wurde. Ihm wurde damals zur Last gelegt, das er unter anderem am Weiterverkauf von WM-Tickets beteiligt gewesen sei und bei der Fifa-Untersuchung nicht kooperiert habe. Ihm wird nun auch noch Amtsmissbrauch vorgeworfen. (dpa)