U21-Nationalmannschaft

Unions Schlottbeck und Herthas Maier im EM-Aufgebot

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Arne Maier von Hertha BSC (oben rechts) und Nico Schlotterbeck von Union Berlin (oben, 3.v.l.) wollen bei der EM auf Titeljagd gehen.

Arne Maier von Hertha BSC (oben rechts) und Nico Schlotterbeck von Union Berlin (oben, 3.v.l.) wollen bei der EM auf Titeljagd gehen.

Foto: Revierfoto / picture alliance/dpa/Revierfoto

Mit Schlotterbeck und Maier erhalten zwei Berliner das Ticket für die EM-Gruppenphase. Auch BVB-Wunderkind Moukoko ist nominiert.

Frankfurt/Main. Es hat gereicht: Herthas derzeit an Arminia Bielefeld ausgeliehener Mittelfeldspieler Arne Maier (22) ist trotz seiner unglücklichen Saison in den EM-Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft berufen worden. Trainer Stefan Kuntz berief überdies einen weiteren Berliner ins Team: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (21) vom 1. FC Union. Die Gruppenphase des Turniers findet ab dem 24. März in Ungarn und Slowenien statt.

Maier, bei Hertha lange als „Juwel“ gehandelt, war in Berlin unter Ex-Trainer Bruno Labbadia nicht zum Zug gekommen und hatte im vergangenen Oktober eine Leihe zum Ligakonkurrenten Bielefeld forciert. Dort lief es für das Edel-Talent jedoch nicht viel besser. Unter dem ehemaligen Coach Uwe Neuhaus stand Maier zuletzt nicht mal mehr im Kader.

Eigengewächs von Hertha BSC soll Schlüsselrolle übernehmen

Seit der Trennung von Neuhaus läuft es für den Berliner allerdings deutlich besser. Unter dem neuen Trainer Frank Kramer stand Maier zuletzt dreimal in der Startformation und zeigte teils ansprechende Leistungen.

U21-Nationalcoach Kuntz hatte eigentlich fest mit Maier geplant, immerhin zählte der Berliner schon seit September 2018 zum Team. War der Hertha-Zögling fit, trug er in der Nationalelf zuletzt die Kapitänsbinde.

„Arne ist extrem wichtig für uns, weil er einer der wenigen Jungs ist, der schon 2019 bei der EM dabei war“, sagte Kuntz im August vergangenen Jahres: „Durch seine Spielweise in der Schaltzentrale kann er einen großen Teil dazu beitragen, dass ein Matchplan umgesetzt wird.“ Verletzungen und fehlende Spielpraxis hatten Maiers Perspektiven in dieser Saison jedoch verdunkelt.

BVB-Wunderkind Moukoko vor Rekordmarke

Unions Nico Schlotterbeck hatte in dieser Saison ebenfalls mit Verletzungspech zu kämpfen, zählt seit Ende Januar aber wieder zu den Stammkräften der Köpenicker. Ins Nationalteam war der Abwehrspieler erstmals im September 2019 berufen worden. Seither absolvierte er sieben Länderspiele.

Die aufsehenerregendste Personalie war am Montag allerdings eine andere, denn Kuntz nominierte erstmals Borussia Dortmunds Wunderkind Youssoufa Moukoko (16). Sollte der Stürmer, der am vergangenen Wochenende beim 2:0 gegen Hertha BSC sein drittes Bundesligator erzielte, zum Einsatz kommen, würde er Leverkusens Florian Wirtz (17) als jüngsten Spieler in der Geschichte der U21 ablösen.

„Mit Youssoufa haben wir ein außergewöhnliches Talent in Deutschland, das wir behutsam und leistungsgerecht fördern wollen. In enger Absprache mit Borussia Dortmund haben wir deshalb beschlossen, ihn zu nominieren, weil wir denken, dass seine Teilnahme sowohl der Mannschaft als auch ihm in der Entwicklung weiterhilft“, sagte Kuntz.

Bayerns Musiala ist nicht im Team

Im September hatte Moukoko sein erstes Spiel für die U20-Auswahl des DFB bestritten, zuvor war er schon für die U16 aufgelaufen. Er wäre auch für Kamerun spielberechtigt, hat sich aber für Deutschland entschieden.

Nicht im Team steht neben Wirtz auch Bayern Münchens Jungstar Jamal Musiala. Der 18-Jährige, der erst Anfang März vom englischen Verband FA zum DFB gewechselt war, hatte im Herbst in der EM-Qualifikation für Englands U21 gespielt. Für zwei Länder dürfen Spieler nicht binnen eines Wettbewerbs antreten.

Das deutsche Team trifft sich am Sonntag in Frankfurt/Main und reist am Montag nach Ungarn weiter. Dort steht schon am Mittwoch in Szekesfehervar das erste Gruppenspiel gegen den Gastgeber an. Die weiteren Gegner sind die Niederlande (27. März) und Rumänien (30. März). Die zwei besten Teams der vier Vierergruppen qualifizieren sich für die Viertelfinals. Die K.o.-Runde findet erst im Mai und Juni statt.

Die DFB-Auswahl reist als EM-Zweiter von 2019 an, gehört trotz Platz eins in der Qualifikationsgruppe aber nicht zu den absoluten Topfavoriten.

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( BM )