Hertha BSC

Herthas Arne Friedrich wünscht Löw zum Abschied den Titel

| Lesedauer: 2 Minuten
Arne Friedrich (r.), hier 2010 in Südafrika, erlebte mit Joachim Löw eine EM und zwei Weltmeisterschaften.

Arne Friedrich (r.), hier 2010 in Südafrika, erlebte mit Joachim Löw eine EM und zwei Weltmeisterschaften.

Foto: sampics / picture-alliance / augenklick/sampics

Der Sportdirektor von Hertha BSC hält Löws angekündigten Rücktritt für richtig – und würdigt ihn als herausragenden Fußball-Lehrer.

Berlin. Herthas Sportdirektor Arne Friedrich (41) hat die Rücktritts-Ankündigung von Bundestrainer Joachim Löw (61) ausdrücklich begrüßt. „Ich glaube, dass der Zeitpunkt gut ist“, sagte der frühere Nationalspieler am Donnerstag: „Joachim Löw hat eine klare Entscheidung getroffen. Jetzt gibt es für den DFB die Möglichkeit, sich rechtzeitig Gedanken um einen Nachfolger zu machen.“

Zudem hofft Friedrich auf den perfekten Schlusspunkt der Ära Löw. „Die Mannschaft hat die Chance, Joachim Löw einen verdienten Abschied zu bescheren“, sagte der WM-Dritte von 2006 und 2010.

Die Verdienste des DFB-Trainers, der nach dem Europameisterschaft 2021 zurücktreten wird, seien kaum hoch genug zu bewerten, meinte Friedrich. „Jogi hat den deutschen Fußball in die Weltspitze gebracht und dort etabliert. Wir alle sollten sehr dankbar sein für das, was er in den letzten Jahren geleistet hat.“ Spätestens seit dem historischen Aus in der Gruppenphase der WM 2018 war Löw stark in die Kritik geraten.

Sportdirektor von Hertha BSC fordert Dankbarkeit für Löw

Er selbst habe eine „tollte Zeit“ unter Löw gehabt. Beim „Sommermärchen“ 2006, das Löw als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann bestritt, war Friedrich als rechter Verteidiger gesetzt. Bei der WM 2010 in Südafrika zählte der frühere Hertha-Profi unter Chefcoach Löw zu den Stammkräften in der Innenverteidigung, erzielte im Achtelfinale gegen Argentinien sogar ein Tor.

„Er ist ein Trainer, der eine klare Vorstellung hat“, betonte Friedrich: „Er ist sehr loyal, sehr offen und transparent. Er hat auch manche Entscheidungen getroffen, die nicht jeder unterstützt hat, aber so ist es nun mal im Fußball: Einer muss die Entscheidungen treffen.“

Der Draht zu seinem früheren Coach ist nach wie vor intakt. Am Löws Geburtstag (3. Februar) habe man miteinander telefoniert. Nach der Bekanntgabe des angestrebten Rücktritts schrieb Herthas Sportdirektor eine Nachricht an Löw.

„Ein Trainer reflektieren sich“, sagte Friedrich. Löw sei „lange Zeit“ im Amt, die insgesamt 15 Jahre als Teamchef hätte „mit Sicherheit auch Kraft gekostet“. Nun wünsche er Löw von Herzen „einen würdevollen Abschied – bestmöglich mit dem Titel“.

Mehr über Hertha BSC lesen Sie hier.

( BM )