Füchse Berlin

Füchse Berlin kassieren in Kiel die nächste Niederlage

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Füchse-Kapitän Hans Lindberg erzielte in Kiel sieben Tore.

Füchse-Kapitän Hans Lindberg erzielte in Kiel sieben Tore.

Foto: Frank Molter / dpa

Die Füchse Berlin verlieren bei Rekordmeister Kiel und müssen die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge hinnehmen.

Berlin. Trotz einer guten Bolognese-Soße als Stärkung vor dem Spiel reichte die Kraft nur für eine gute Halbzeit. Und das war am Ende gegen den deutschen Rekordmeister zu wenig. So verloren die Füchse Berlin in einem Nachholspiel der Handball-Bundesliga am Sonntag beim THW Kiel mit 26:32 (16:13). Für den Hauptstadtklub war es in der Eliteklasse bereits die vierte Niederlage in Serie. Zudem setzte sich die schwarze Berliner Serie in Kiel fort: Noch nie konnten die Füchse in der Ostseehalle punkten. Beste Berliner Werfer waren Hans Lindberg mit sieben und Lasse Andersson mit vier Toren.

„Es hat sich schon ein bisschen in der ersten Halbzeit angedeutet. Wir gehen auf fünf Tore weg – und dann geht es mir langsam auf die Eier, dass wir immer die gleichen Fehler machen, technische Fehler“, haderte Füchse-Trainer Jaron Siewert. „Wir haben uns eine super Ausgangslage erarbeitet, und dann kommt es in der zweiten Halbzeit so, wie es kommt. Übergreifend ist es ein 1:7-Lauf über die Pause hinweg. So ein Geschenk darfst du dem THW nicht machen.“

Immerhin, Siewert konnte nach seiner kurzen Verletzungspause wieder auf Kapitän Paul Drux zurückgreifen, und seine Mannschaft zeigte sich von Beginn an hochkonzentriert. Nach knapp drei Minuten übernahmen die Berliner mit 3:2 die Führung. Vor allem durch eine gute Deckungsarbeit gelang es, sich weiter abzusetzen. Ballverluste der Kieler wurden bestraft. Nach neun Minuten waren es erstmalig vier Tore Vorsprung (8:4).

Danach verpassten es die Berliner aber, den Vorsprung auszubauen. Die Gastgeber kamen auf zwei Tore heran. Doch die Abwehr stand gut, zudem zeigte Keeper Dejan Milosavljev wichtige Paraden. Den Füchsen unterliefen anders als zuletzt kaum technische Fehler. In der 25. Minute war der Vorsprung erstmalig auf fünf Tore angewachsen (13:8). „Ich glaube, wir haben mit die beste erste Halbzeit gespielt, die wir lange gezeigt haben“, sagte Drux.

Nach dem Seitenwechsel dann aber ein komplett anderes Bild. Die Gastgeber legten zu und bei den Füchsen gelang kaum noch etwas. Gleich zu Beginn kassierten sie einen 0:4-Lauf und lagen plötzlich hinten. Im Angriff ließen sie viele Chancen aus, in der Defensive fehlte der Zugriff.

Kiel kam jetzt zu leicht zu Toren, die Fehlerquote der Berliner war deutlich höher als in der ersten Hälfte. So brachte Kiel den Sieg souverän ins Ziel. Die Füchse mussten sich vor der langen Anreise zum letzten Gruppenspiel in der European League am Dienstag gegen Sporting Lissabon in Plock (Polen) erneut geschlagen geben.

( BM )