Volleyball

Berlin Volleys mit Frust von Frankfurt nach Kasan

Nach einer 2:0-Satzführung folgte bei den BR Volleys ein krasser Leistungsabfall.

Berlin. Die Berlin Volleys bleiben sich zu ihrem Leidwesen treu. Auch gegen United Volleys Frankfurt verloren sie ihre Linie, nachdem die Hauptstädter in eine kritische Phase geraten waren. "Es war an uns, dieses Match früher zu entscheiden. Stattdessen haben wir unserem Gegner die Rettungsweste hingeworfen", kommentierte Mittelblocker Renan Michelucci verärgert die 2:3 (25:21, 25:20, 23:25, 23:25, 10:15)-Niederlage bei den Frankfurtern in der Volleyball-Bundesliga.

Nach einer 2:0-Satzführung folgte bei den BR Volleys ein krasser Leistungsabfall. Die Hessen zogen im dritten Durchgang gegen konfus agierende Berliner zwischenzeitlich auf 20:12 davon. Die Aufholjagd blieb vergeblich. In den beiden nachfolgenden Sätzen waren die Gastgeber obenauf, beim Gegner deutete allein die Körpersprache auf ein kontinuierliches Nachlassen des Widerstands hin.

"Wir müssen härter um den Sieg kämpfen", forderte der Brasilianer Michelucci. Der 27-Jährige aus Sao Paulo gehörte mit seinen 16 Punkten, darunter acht Blockpunkte, noch zu den besseren Spielern bei den Berlinern. Inzwischen hat er auch seinen Landsmann Eder Carbonea als Stammspieler im Mittelblock verdängt.

Mit dem Misserfolg von Frankfurt im Hinterkopf fliegen die BR Volleys am Montag von Berlin nach Kasan. Dort treten sie in der Gruppenphase der Champions League am Dienstag gegen Volley Ljubljana und am Mittwoch gegen Gastgeber Zenit Kasan an. "Jeder bei uns ist nach der Niederlage in Frankfurt wohl zu Recht angefressen", sagte Michelucci. Seine Hoffnung: "Schon am Dienstag gegen Ljubljana müssen wir es besser hinkriegen."

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