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Doping: Ajax-Star André Onana für zwölf Monate gesperrt

Wegen Dopings gesperrt: André Onana von Ajax Amsterdam.

Wegen Dopings gesperrt: André Onana von Ajax Amsterdam.

Foto: AFP

In den kommenden zwölf Monaten muss Ajax auf seinen Stamm-Torwart verzichten. Die Uefa sperrt den 24-Jährigen wegen Dopings.

Amsterdam. Wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln wurde Torwart André Onana vom niederländischen Fußball-Rekordmeisters Ajax Amsterdam von der Uefa für zwölf Monate gesperrt. Das teilte der Tabellenführer der Eredivisie am Freitagmittag mit.

Beim 24 Jahre alten Kameruner wurde im Rahmen einer Kontrolle am 30. Oktober des Vorjahres die verbotene Substanz Furosemid im Urin nachgewiesen. Die Sperre für Onana ist ab sofort wirksam und gilt wettbewerbsübergreifend für alle nationalen und internationalen Wettbewerbe.

Auf der Klub-Homepage erklärte Ajax, Onana habe am Morgen des 30. Oktober 2020 eine Tablette gegen sein Unwohlsein genommen und dabei unwissentlich zum Medikament Lasimac gegriffen. Dies sei zuvor Onanas Frau verschrieben worden. Obwohl die Uefa im Verfahren gegen den Stammtorwart der Amsterdamer zu dem Schluss kam, dass dieser keine Absicht hatte, zu betrügen, wurde die Strafe verhängt. Der Verband sei der Ansicht, dass ein in Sportler aufgrund der geltenden Anti-Doping-Regeln jederzeit die Pflicht hat, dafür zu sorgen, dass keine verbotenen Substanzen in den Körper gelangen.

Onana und Ajax wollen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen

Ajax-Geschäftsführer Edwin van der Sar zeigte sich nach Bekanntwerden der Strafe erschüttert. „Wir verzichten ausdrücklich auf leistungssteigernde Mittel, wir stehen selbstverständlich für einen sauberen Sport“, stellte der 50-jährige Ex-Profi klar. „Das ist ein herber Rückschlag, für André selbst, aber sicherlich auch für uns als Verein. André ist ein Top-Torhüter, der seit Jahren seinen Wert für Ajax beweist und bei den Fans sehr beliebt ist.“ Der Klub hatte auf eine mildere Strafe gehofft.

Onana und Ajax werden gegen die Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einlegen, bestätigten die Amsterdamer. (rha)