Eisbären Berlin

Eisbären Berlin: Mit bitterer Zuversicht Richtung Revanche

Die Eisbären Berlin haben auch das dritte Spiel im Magentasportcup gegen München verloren. Auf den verschenkten Sieg lässt sich aber aufbauen.

Parker Tuomie (M) bescherte den Eisbären Berlin den ersten Treffer in München. Foto:

Parker Tuomie (M) bescherte den Eisbären Berlin den ersten Treffer in München. Foto:

Foto: Matthias Balk / dpa

Berlin.  Die gute Nachricht zuerst: Die Eisbären haben sich gegenüber den vorherigen Spielen in Form und Leistung als noch junges Team deutlich verbessert. Am Wochenende erkämpften sie ihren ersten Punkt im Magentasportcup, dem Vorbereitungs-Turnier der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Darauf kann aufgebaut werden.

Die schlechte: Trotz dieses Aufwärtstrends und einer 2:0-Führung ging auch die dritte Partie im Cup gegen den EHC Red Bull München nach Verlängerung mit 2:3 (1:0, 1:0, 0:2, 0:1) primär durch Konzentrationsfehler verloren. Ein Einzug ins Halbfinale ist daher kaum noch möglich für den Tabellenletzten der Gruppe B. Es war ein verschenkter Sieg, am Ende fehlte es den Eisbären an der nötigen Puste.

Entsprechend sind auch die Reaktionen auf das Ergebnis eine Mischung aus Zuversicht und Enttäuschung. „Wir haben die ersten beiden Drittel wirklich Gas gegeben“, sagte Stürmer Parker Tuomie, der den Führungstreffer der Berliner erzielt hatte, „München ist eine starke Mannschaft, und dafür hatten wir das wirklich gut unter Kontrolle. Im letzten Drittel fehlten uns vielleicht ein bisschen die Erfahrung und die Abgeklärtheit, um die Scheiben rauszubekommen.“

Eisbären Berlin steigern sich in der Offensive

Tatsächlich stimmte anfangs so viel vor den leeren Rängen des Münchner Olympia-Eisstadions. Im Gegensatz zur 0:3-Niederlage gegen die Adler Mannheim am Donnerstag fuhren die Berliner gerade zu Beginn offensiv aufs Eis, waren torgefährlich, machten Druck. Nach Tuomie traf im zweiten Drittel auch Marcel Noebels.

Über vierzig Minuten lang waren die Eisbären die effektivere Mannschaft und traten erstmals stärker als Einheit auf als beispielsweise noch während der bitteren 1:5-Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings vor knapp einer Woche.

Auch die Defensive konnte sich erneut sehen lassen. Eisbären-Torhüter Mathias Niederberger etwa brachte die Münchner Stürmer mit seiner starken Leistung ein ums andere Mal zur Verzweiflung.

Erst im letzten Drittel ließen die Konzentration und insbesondere die Kräfte sichtlich nach. Zwei Treffer der Münchner in diesem Abschnitt und einer in der Verlängerung besiegelten die dritte Niederlage in der dritten Partie. „Betrachtet man nur das Ergebnis, ist es natürlich sehr enttäuschend“, sagte Eisbären-Trainer Serge Aubin, „ich denke aber, dass wir unser bisher stärkstes Spiel bestritten haben.“

Die Eisbären Berlin können sich in den Rückspielen weiter verbessern

Am Montagmorgen geht es für die Eisbären nun wieder ins Training nach Hohenschönhausen, um die Niederlage gebührend zu analysieren. Konzentration, Ausdauer und Fitness dürften jetzt auf der Tagesordnung stehen. Das Zusammenspiel des neuen Teams ist ebenso noch steigerungsfähig.

Denn ob es nun im Halbfinale weitergeht oder nicht - es stehen zunächst drei Revanchemöglichkeiten für die Eisbären an, in denen sich die Mannschaft im Turnier präsentieren und weiter verbessern kann. Am Donnerstag fahren die Berliner zum Tabellenführer nach Schwenningen (19.15 Uhr, Magentasport). Die weiteren Berliner Heimspiele der Gruppenphase gegen Mannheim (3. Dezember) und München (5. Dezember) werden in der Mercedes-Benz Arena ausgetragen.

Möglichkeiten genug also, den Schwung aus der bitteren, aber knappen Niederlage gegen München mitzunehmen und zuversichtlich zur Leistungssteigerung zu nutzen. Gerade im Hinblick auf die eigentlich von den Eisbären angepeilte Aufgabe: dem Beginn der DEL-Saison am 17. Dezember .

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