Ex-Profi von Hertha BSC

Ex-Herthaner Valentino Lazaro gelingt spektakuläres Traumtor

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Spektakulär: Valentino Lazaro (Mitte) trifft im Fallen für Borussia Mönchengladbach. Von 2017 bis 2019 spielte der Österreicher für Hertha BSC.

Spektakulär: Valentino Lazaro (Mitte) trifft im Fallen für Borussia Mönchengladbach. Von 2017 bis 2019 spielte der Österreicher für Hertha BSC.

Foto: Laci Perenyi / picture alliance / Laci Perenyi

Was für ein Tor! Dem früheren Hertha-Profi Valentino Lazaro gelingt der spektakulärste Treffer der bisherigen Saison.

Mönchengladbach. Eine Prise Fritz Walter, ein Hauch Zlatan Ibrahimovic, und schon war Valentino Lazaros Bewerbung für das Tor des Jahres fertig. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Ball so treffe und er so ins Tor geht“, sagte der Zugang von Borussia Mönchengladbachs nach seinem spektakulären „Scorpion Kick“ im Spiel bei Bayer Leverkusen (3:4), der in Windeseile zum Internet-Hit wurde.

Alleine auf dem Instagram-Kanal des Österreichers platzte die Kommentarspalte aus allen Nähten. Viele Fans schlugen das Kunststück für den Puskas Award vor, mit dem die Fifa seit 2009 den schönsten Treffer des Jahres kürt.

Traumtor von Valentino Lazaro

„Was für ein Tor, Bruder“, schrieb Radja Nainggolan von Lazaros Ex-Klub Inter Mailand. Ein Fan wollte gar wissen, mit welcher Tastenkombination sich die Aktion bei der Fußball-Simulation Fifa 20 nachstellen lässt.

Lazaro bescherte Hertha BSC eine Rekordablöse

Wahrscheinlich nur mit einer höchst komplizierten. Denn der frühere Profi von Hertha BSC (2017 bis 2019), der den Berlinern eine Rekordablöse von 22,4 Millionen Euro bescherte, hatte den Ball seitlich in der Luft liegend und mit dem Rücken zum Tor per Hacke ins linke Toreck befördert. „Ich habe den Weg in die Box gesucht und dann gesehen, dass der Ball ein wenig in meinen Rücken kommt. Dann habe ich es probiert und bin stolz drauf“, sagte der 24-Jährige nach seinem Kunstschuss. Für den von Inter ausgeliehenen Allrounder war es das erste Tor für die Borussia.

Trainer Marco Rose hatte die Szene an der Seitenlinie zunächst gar nicht richtig mitbekommen. „Ich wusste nicht wer, wie, wo. Am Anfang habe ich sogar mit einem Eigentor gerechnet. In der Kabine habe ich es dann gesehen“, sagte der Gladbach-Coach. Trotz der Niederlage freue solch ein Moment „jeden Fußball-Liebhaber“, sagte Rose und lobte: „Das hat er herausragend gemacht.“

Sogar der geschlagene Leverkusen-Torhüter Lukas Hradecky verneigte sich vor Lazaro. „Ich habe keinen Hut auf meinem Kopf, aber: Valentino, geiles Tor ey“, sagte der Schlussmann. Sky-Experte Dennis Aogo schwärmte: „Das ist absolute Weltklasse, das werde ich mir zu Hause noch zehnmal angucken.“

Lazaro weckt Erinnerungen an Fritz Walter und Ibrahimovic

Erinnerungen an Fritz Walter wurden wach, der 1956 im Spiel des 1. FC Kaiserslautern bei DDR-Meister Wismut Aue auf ähnliche Weise „das vergessene Jahrhunderttor“ (Spiegel) erzielt hatte. Von der Szene existiert nur ein Foto. Oder eben an Ibrahimovic, der - unter anderem - 2013 für Paris St. Germain ebenfalls spektakulär getroffen hatte.

Für Lazaro soll das Tor derweil der Startschuss für bessere Wochen sein. Weil er sich in der Vorbereitung verletzt hatte, kam er bislang erst zu drei Kurzeinsätzen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Denn Leverkusen mag das Sieben-Tore-Spektakel zwar gewonnen haben. Doch in Erinnerung bleibt wohl in erster Linie der Zaubertrick von Valentino Lazaro.

( sid )