Fußball-Bundesliga

Ende der Geisterspiele: Hertha und Union spielen vor Fans

Hertha und Union planen zum Bundesliga-Start mit Zuschauern. Tickets werden verlost, Fans müssen sich an strenge Regeln halten.

Hertha BSC plant zum Start gegen Eintracht Frankfurt mit 4000 Fans im Olympiastadion.

Hertha BSC plant zum Start gegen Eintracht Frankfurt mit 4000 Fans im Olympiastadion.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Das lange Warten hat ein Ende. Den Berliner Fußball-Fans steht die Rückkehr in die Bundesligastadien bevor – wenn auch in reduzierter Zahl. Hertha BSC bestreitet das erste Heimspiel der neuen Saison gegen Eintracht Frankfurt vor rund 4000 Fans im Olympiastadion. Wie der Hauptstadtklub am Donnerstag mitteilte, ist dies zum einen durch die Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin möglich. Zum anderen habe das mit externen Experten und den zuständigen Behörden abgestimmte Hygienekonzepte Zustimmung gefunden.

Nach 202 Tagen kommen also erstmals in der Corona-Krise wieder Zuschauer zur Freitagabend-Begegnung von Hertha am 25. September (20.30 Uhr). Wie es nach dem Duell des zweiten Spieltags im Saisonverlauf weitergeht, ist noch nicht klar. „Wir haben in den Gesprächen mit den zuständigen Behörden und dem Senat durchweg positive Rückmeldungen und Zustimmung auf unser detailliertes Konzept bekommen und freuen uns jetzt sehr auf unser erstes Heimspiel vor unseren Fans“, sagte Thomas E. Herrich, der bei Hertha BSC Mitglied der Geschäftsleitung ist und für das neue Konzept verantwortlich zeichnete.

Bei Hertha kriegen nur Dauerkarteninhaber der letzten Saison Tickets

Seit dem 1. September sind in Berlin wieder Veranstaltungen mit bis zu 5000 Anwesenden im Freien erlaubt. Neben den Fans werden auch alle anderen Personen dazu gezählt. Dazu gehören in den Stadien unter anderem die Teams mit ihren Delegationen, sämtliche Helfer, Journalisten und Sicherheitskräfte. Knapp 5000 Personen werden bei Herthas Heimspiel-Auftakt gegen Frankfurt anwesend sein, rund 4000 Tickets werden laut Klub verkauft. Nur Dauerkarteninhaber der vergangenen Spielzeit, die zugleich auch Hertha-Vereinsmitglied sind, haben ab sofort die Chance, sich via Bewerbung ein Kaufrecht für ein Sitzplatz-Ticket zu sichern. Bis zum 10. September, fünf Tage später werden die Gewinner benachrichtigt.

Die glücklichen Gewinner der personalisierten Tickets müssen dann einen Lichtbildausweis beim Eintritt ins Olympiastadion vorzeigen und sollen genug Zeit bei der An- und Abreise einplanen, damit der Abstand zu anderen Fans gewahrt werden kann. Zudem gibt Hertha auf seiner Homepage diverse Hygienehinweise. Toilettengänge direkt vor Anpfiff, Halbzeit und Abpfiff sollen beispielsweise vermieden werden, damit keine Warteschlangen entstehen.

Fans müssen im Stadion einen Mund-Nase-Schutz tragen

Überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes werden die Fans gebeten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Zudem sollen sie den anderen Zuschauern in ihrer Reihe den Rücken zudrehen, wenn sie ihren Sitzplatz verlassen. Und wer Covid-19-Symptome aufweist, soll selbstverständlich zu Hause bleiben.

Beim 1. FC Union gibt es ähnliche Vorgaben. Der Stadtrivale testet bereits am Sonnabend gegen den 1. FC Nürnberg vor 4500 Zuschauern. Und auch zum Bundesliga-Start am 19. September gegen den FC Augsburg planen die Köpenicker mit 5000 Anwesenden. Der Dauerkartenverkauf startet an diesem Freitag, die Tickets für das Augsburg-Spiel werden dann wie bei Hertha via Losverfahren vergeben.