Chinas Sportler fehlen

Corona-Auswirkungen im Judo - Sportdirektor: "Große Sorge"

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den Judo-Sport.

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf den Judo-Sport.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die Olympia-Qualifikation im Judo und den Grand Slam in Düsseldorf.

Bei den Wettkämpfen sind schon wie beim Grand Slam in Paris vor zwei Wochen keine chinesischen Sportler am Start. "Wir haben intensiv mit den Behörden in China und Deutschland gesprochen", sagte der Sportdirektor des Deutschen Judobunds, Ruben Goebel. "Es geht da auch um eine mögliche Gefahr für die eigenen Athleten, das war schon eine große Sorge."

Der Judo-Weltverband hatte schon am Rande des Grand Slam in Paris in einem Krisengespräch mit dem Internationalen Olympischen Komitee über das weitere Vorgehen beraten, da den chinesischen Judoka in Paris und Düsseldorf auch die Chance auf Punkte in der Olympia-Qualifikation entgeht. "Es ist ein ernsthaftes Problem und eine besondere Situation, die im Moment nicht gelöst werden kann", sagte Weltverbands-Präsident Marius Vizer. Der Verband wolle "Solidarität, Menschlichkeit und Unterstützung" mit China zeigen, gleichzeitig aber die internationale Judo-Gemeinde und die Athleten schützen.

Ob chinesische Sportler bei den nächsten internationalen Turnieren im Judo wieder im Start sein können, ist noch unklar. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio läuft noch bis zum 31. Mai.