„Oscar des Sports“

Laureus Awards: „Weltsportler des Jahres“ in Berlin gekürt

Am Montag wurden bei den Laureus World Sports Awards in Berlin die Top-Sportler des vergangenen Jahres ausgezeichnet.

Dirk Nowitzki erhält den Award für seine Lebensleistung - und bedankt sich bei der Jury.

Dirk Nowitzki erhält den Award für seine Lebensleistung - und bedankt sich bei der Jury.

Foto: Andreas Rentz / Getty Images for Laureus

Berlin. Und der Titel „Sportler des Jahres“ geht an Lewis Hamilton und Lionel Messi, Sportlerin des Jahres wurde Simone Biles. Am Montagabend wurden bei den Laureus World Sports Awards die besten Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Zum 20-jährigen Jubiläum stand die Veranstaltung unter dem Motto „Sport verbindet uns“.

Besucher aus aller Welt kamen für die Zeremonie nach Berlin in die Verti Music Hall. „Es ist mir eine Ehre, dass diese besondere Preisverleihung 2020 in Berlin stattfindet, einer Stadt der Einheit mit einer langen Sportgeschichte“, sagte Jury-Mitglied und ehemalige deutsche Eiskunstläuferin Katarina Witt.

Hollywood-Schauspieler Hugh Grant führte durch die Veranstaltung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Laureus-Awards wurden zwei Preisträger zum „Sportler des Jahres“ erklärt. Der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und der sechsfache FIFA-Weltfussballer Lionel Messi stünden sich in nichts nach, erklärte die Jury.

Lionel Messi bedankte sich per Videobotschaft

„Ich fühle mich geehrt, als erster Teamsportler diesen Preis zu erhalten“, sagte Messi in einer Videobotschaft, da er nicht persönlich bei der Ehrung dabei sein konnte. „Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Plattform zu nutzen, um die Gleichstellung der Geschlechter wirklich voranzutreiben und versuchen zu repräsentieren, wo sich die Welt heute befindet“, sagte Hamilton.

Geschichtswürdig war die Ehrung der US-Turnerin Simone Biles, die zum dritten Mal in vier Jahren als „Sportlerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Snowboarderin Chloe Kim gewann den Award als „Action-Sportlerin des Jahres“, Para-Skifahrerin Oksana Masters erhielt den Award für „Behindertensportlerin des Jahres“. „Es ist unglaublich und wunderschön“, sagte sie strahlend bei der Ehrung.

Die Münchner Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch war das „Comeback des Jahres“

Zur „Mannschaft des Jahres“ wurden die Rugby-Weltmeister 2019 aus Südafrika gekürt. Der Preis für das „Comeback des Jahres“ erhielt die deutsche Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch, den für „Durchbruch des Jahres“ gewann Egan Bernal, jüngster Sieger der Tour de France.

Der „Sport für Gutes“ Award ging an das New Yorker Fussballprojekt „South Bronx United“, das benachteiligte jungen Menschen bei ihrer Ausbildung unterstützt. Die „Auszeichnung für Lebensleistung“ gewann der deutsche Basketballstar Dirk Nowitzki. Der spanische Basketballverband wurde als „Akademie für außergewöhnliche Leistung“ ausgezeichnet.

Die 30 Zentimeter hohe Trophäe wiegt zweieinhalb Kilo

Zum ersten Mal wurde ein Award für den „Bewegendsten Sportmoment“ aus den letzten zwei Jahrzehnten vergeben. Dieser ging an Sachin Tendulkar, der Indien beim ICC Cricket World Cup 2011 nach seinem sechsten Anlauf zum Sieg und somit ersten Weltmeistertitel auf heimischen Boden führte. Als Preis erhielten alle Gewinner eine aus Silber und Gold bestehende, zweieinhalb Kilogramm schwere und 30 Zentimeter hohe Laureus Statuette.