Basketball

Alba setzt in der Euroleague neue Energie frei

Alba trumpft bei Olympiakos Piräus groß auf und feiert den sechsten Saisonsieg in der Euroleague. Am Freitag geht es nach Belgrad.

Albas Martin Hermannsson (2.v.l.) erzielte in Piräus 18 Punkte.

Albas Martin Hermannsson (2.v.l.) erzielte in Piräus 18 Punkte.

Foto: ANE / picture alliance / ANE

Berlin. Die Frage, wo das Basketball-Pokalfinale zwischen den EWE Baskets Oldenburg und Alba Berlin am 16. Februar stattfindet, ist noch immer nicht beantwortet. Wo die Berliner dagegen am liebsten ihre Euroleague-Auswärtspartien bestreiten, dürfte seit Dienstagabend geklärt sein. „Wir sollten immer hier spielen“, sagte jedenfalls Martin Hermannsson nach dem 93:86-Coup seiner Mannschaft bei Olympiakos Piräus, dem dreimaligen Champion in Europas Königsklasse.

Sechster Berliner Saisonsieg in der Euroleague

Es war der sechste Berliner Saisonsieg in der Euroleague im 19. Spiel, der zweite auswärts. Auch den ersten hatte Alba in der griechischen Hauptstadt gefeiert, am 14. November 106:105 nach Verlängerung bei Panathinaikos Athen, das schon sechs Mal bestes Vereinsteam des Kontinents wurde. Das sind besondere Momente für den Euroleague-Aufsteiger, besondere Erfolge. Im Nachbarland Türkei hatten ebenfalls Überraschungen in der Luft gelegen. Bei Efes (105:106) und Fenerbahce Istanbul (102:107) unterlag Alba erst nach Verlängerung.

Trainer Aito Reneses äußerte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis in Piräus und der Leistung seines Teams: „Wir sind auf einem guten Weg, waren sehr fokussiert und hatten viel Energie.“ Das ist ein bisschen verblüffend, wenn man bedenkt, dass die Berliner 50 Stunden zuvor erst eine herausragende, aber kraftraubende Leistung bei ihrem 82:66-Sieg in Bamberg geboten hatten. Von Verschleiß war dennoch in Piräus nichts zu spüren.

Die Rückkehrer sind schon wieder gut integriert

Vermutlich auch deshalb, weil Reneses zwar auf Makai Mason (Hüftprellung) verzichten musste, die nach Verletzungen ins Team zurückgekehrten Peyton Siva, Tyler Cavanaugh und Johannes Thiemann jedoch schon wieder sehr gut integriert sind. Das gibt dem Coach viel mehr Optionen in der Art des Spiels. Und die Einsatzminuten können auf mehr Schultern verteilt werden. Davon profitierten insbesondere Marcus Eriksson (22 Punkte), Hermannsson (18) und Rokas Giedraitis (15), auch Siva (12). Eine exzellente Dreierquote von 56,5 Prozent tat ein Übriges, vor allem der Schwede Eriksson bewies seine Qualitäten als sehr guter Schütze aus allen Lagen.

So reisten die Berliner am Mittwoch positiv gestimmt weiter nach Belgrad, wo am Freitag mit Roter Stern (19 Uhr/Magentasport). bereits die nächste schwere Auswärtsaufgabe wartet. Wenn sie allerdings ähnliche Wurfquoten wie in Piräus aufs Parkett bringen, ist auch dort eine Überraschung nicht auszuschließen.