Berliner Sechstagerennen

Die schnellen Frauen sind zurück im Velodrom

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Marcel Stein
Miriam Welte (M.) will für das Berliner Sechstagerennen noch einmal angreifen.

Miriam Welte (M.) will für das Berliner Sechstagerennen noch einmal angreifen.

Foto: Mario Stiehl via www.imago-images.de / imago images/Mario Stiehl

Olympiasiegerin Welte steigt für Frauen-Sprint ein letztes Mal aufs Rad. Doppel-Weltmeister Reinhardt mit Beyer Favorit im Madison.

Berlin. Die schnellen Frauen sind zurück auf der Berliner Sechstage-Rennbahn. Zwei Jahre nach der sehr erfolgreichen Premiere des Sprints der Damen im Programm der Sixdays werden nach der Pause im letzten Jahr nun wieder die besten deutschen Sprinterinnen im Velodrom um Punkte kämpfen. „Jetzt hoffentlich langfristig“, sagte Valts Miltovics, der Geschäftsführer des Sechstagerennens, bei der Präsentation des Fahrerfeldes für die 109. Auflage der Veranstaltung vom 23. bis 29. Januar, die diesmal von Ex-Sprintstar Marcel Kittel angeschossen wird.

Vergangenes Jahr kollidierte die Trainingslagerplanung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit dem Sechstage-Termin. „Diesmal wurde das Trainingslager in Südafrika vorgezogen, damit sie in Berlin fahren können im Rahmen der Vorbereitung auf die WM“, so Miltovics. Die Bahnrad-WM findet dieses Jahr nur vier Wochen später im Velodrom statt (26. Februar bis 1. März).

Vier Wochen später findet in Berlin schon die Bahnrad-WM statt

Für Lea Sophie Friedrich (Dassow), Emma Hinze (Cottbus) und Pauline Grabosch (Erfurt) ist das Sechstagerennen also eine perfekte Einstimmung auf die WM. Für Miriam Welte wird es der sportliche Abschluss ihrer Karriere. Die Olympiasiegerin trat erst vor vier Monaten zurück und wird nun ein letztes Mal gegen ihre früheren Kolleginnen antreten. „Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut. Ich sitze seit September nicht mehr auf dem Rad, es wird also ziemlich wehtun. Aber ich will natürlich gute Rennen fahren und freue mich, mich den deutschen Fans noch einmal präsentieren zu können“, sagte die 33-Jährige aus Kaiserslautern.

Im Elite-Feld der Männer gehen der Berliner Doppel-Weltmeister Theo Reinhardt und Maximilian Beyer als Favoriten an den Start. Reinhardt muss auf seinen angestammten Kollegen Roger Kluge verzichten, da dieser in Australien auf der Straße im Einsatz sein wird. „Beide sind sehr gut drauf. Maximilian hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Daher denke ich, dass er an der Seite von Theo noch mal Flügel bekommt“, sagte der sportliche Leiter Dieter Stein. Beide hatten beim Sechstagerennen in London den vierten Platz belegt. In Berlin gehört die französischen Paarung mit Bryan Coquard und dem dreifachen Madison-Weltmeister Morgan Kneisky ebenfalls zum Favoritenkreis.

Förstemann diesmal nur im Rahmenprogramm dabei

Bei den schnellen Männern führt der Berliner Maximilian Levy das internationale Feld an und hofft auf seinen neunten Gesamtsieg im Velodrom. Die Voraussetzungen scheinen gut, denn einer seiner stets schärfsten Konkurrenten fährt diesmal nur im Rahmenprogramm. Aufgrund der Para-WM, zu der Robert Förstemann mit seinem Partner Kai Kruse schon während des Sechstagerennens abreisen muss, kann der Berliner Sprinter lediglich am Freitag auf die Bahn. Zu einem Rekordversuch über 1000 Meter mit dem Para-Tandem.