Bundesliga

Gladbachs Bensebaini wird zum Bayern-Schreck

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Mönchengladbachs Verteidiger Rami Bensebaini erzielt per Elfmeter seinen zweiten Treffer gegen den FC Bayern.

Mönchengladbachs Verteidiger Rami Bensebaini erzielt per Elfmeter seinen zweiten Treffer gegen den FC Bayern.

Foto: Lars Baron / Bongarts/Getty Images

Spitzenreiter Gladbach gewinnt glücklich gegen Meister Bayern. Dank eines Torschützen, der zu seinem Glück erst gezwungen werden musste.

Mönchengladbach. Rami Bensebaini ahnte noch gar nichts von dem Glück, das da auf ihn zukommen sollte. „Nach unserer Niederlage in Freiburg war klar, dass Breel Embolo zunächst keine Elfmeter mehr schießt“, sagte der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach. Trainer Marco Rose hatte stattdessen ihn als ersten Schützen ausgewählt.

„Aber als es den Elfmeter gab, hatte ich das vergessen. Unser Ersatztorwart Tobias Sippel hat mich erst wieder daran erinnert“, erzählte der Algerier. Wenige Augenblicke nach dieser Erinnerung versank Gladbach in totalem Jubel. Weil Bensebaini Münchens Torwart Manuel Neuer keine Chance ließ, seinen zweiten Treffer gegen Bayern München erzielte und so ein 2:1 (0:0) vollendete, das die Borussia an der Tabellenspitze hielt.

Schon nach einer Stunde hatte der Defensivspieler per Kopf zum Ausgleich getroffen und der Partie damit die entscheidende Wende gegeben. „Bayern ist eine sehr, sehr starke Mannschaft, die einen beherrschen kann. Wir haben versucht, so gut wie möglich dagegenzuhalten“, sagte Bensebaini nach einer Partie, die die Gladbacher eigentlich gar nicht hätten gewinnen dürfen.

Die Bayern treffen das Tor nicht mehr

Wie schon Bayer Leverkusen vor einer Woche profitierte nun auch Gladbach von der ebenso eklatanten wie erstaunlichen Abschlussschwäche des Rekordmeisters. „Es gibt einfach mal solche Situationen. Wichtig ist, dass wir gut Fußball spielen, das haben wir in der ersten Halbzeit gemacht“, sagte Bayern-Coach Hans-Dieter Flick. Seine Mannschaft habe „die Qualität, um Tore zu schießen, leider setzt sie das momentan nicht um“. Aus den vergangenen 34 Schüssen auf das Tor des Gegners resultierte nur ein Tor für die Bayern, das von Ivan Perisic zur Führung in Gladbach (49.) – zu wenig für irgendwelche Titelambitionen.

Nachdenklich machen sollte den Rekordmeister jedoch, warum er nach eigener Führung zwei Gänge runtergeschaltet und die bis dahin harmlosen Gastgeber im Spiel gelassen hatte. „Wir hätten so weiterspielen müssen, anstatt das Spiel nur über die Zeit zu retten. Das bringt nichts bei unserem Spielstil“, monierte Torwart Neuer zu Recht.

Logische Folge war der Elfmeter in der Nachspielzeit, nachdem Gladbachs Marcus Thuram im Duell mit dem eingewechselten Javi Martinez zu Fall gekommen war – und der Rami Bensebaini unverhofftes Glück bescherte.

( BM )