Handball

Spreefüxxe wollen im Topspiel einen heißen Tanz liefern

Die Handballerinnen der Spreefüxxe eilen derzeit von Sieg zu Sieg – auch dank Zugang Bo Dekker. Nun aber wartet ein echter Gradmesser.

Füchse-Kreisläuferin Bo Dekker beim Wurf.

Füchse-Kreisläuferin Bo Dekker beim Wurf.

Foto: EIBNER/Sebastian Baur / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Eines fiel Britta Lorenz gleich auf, als Bo Dekker im Sommer bei den Spreefüxxen Berlin vorspielte. Die Niederländerin wirkte robust, und das war für eine Kreisläuferin sicher nicht das schlechteste. „Auf dieser Position nützt es nichts, wenn man da jemanden hinstellt, den die Verteidigung einfach wegschiebt“, sagt die Managerin der Füchse-Frauen.

Dennoch barg die Verpflichtung ein gewisses Risiko. Dekker war mit ihren 20 Jahren noch relativ unerfahren auf dieser Schlüsselposition, trotz drei Spielzeiten in der ersten Liga ihres Heimatlandes und mehrerer Jugendmeisterschaften. „Das Niveau in Deutschland ist aber noch einmal ein ganz anderes“, meint sie selbst. Trotzdem gab ihr Britta Lorenz eine Chance und wurde bislang nicht enttäuscht.

Bo Dekker ist mit 38 Treffern beste Berliner Werferin

„Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Entwicklung“, lobt sie. Vor der Partie am Sonnabend gegen den BSV Sachsen Zwickau (19.30 Uhr, Sporthalle Charlottenburg) ist Bo Dekker mit bislang 38 Treffern – knapp fünf pro Spiel – sogar die erfolgreichste Torjägerin bei Berlins Handballerinnen.

Das Duell gegen Zwickau wird für sie als auch für die gesamte Mannschaft die bisher größte Herausforderung. Es ist ein echtes Spitzenspiel: Die Spreefüxxe Berlin sind nach zuletzt sechs Siegen in Folge momentan Zweiter der zweiten Liga, die Gäste rangieren direkt dahinter auf Platz drei.

„Das ist das bisher wichtigste Spiel der Saison. Nach dieser Partie wissen wir, wo wir stehen“, sagt Dekker. Auch Lorenz meint: „Das wird ein heißer Tanz. Wir haben noch etwas gutzumachen aus dem Pokal.“

Sechs Siege in Folge zeigen Aufwärtstrend im Verein

Dort hatten die Berlinerinnen in der ersten Runde gegen Zwickau verloren. Seitdem haben die Spreefüxxe Berlin große Fortschritte gemacht, der Trainerwechsel von Paulo Costa zu Susann Müller hat sich längst ausgezahlt. Gerade die jüngeren Spielerinnen wie Dekker profitieren von der enormen Erfahrung der WM-Torschützenkönigin und Handballerin des Jahres von 2013.

„Sie hat mir schon einige Tipps gegeben. Oft sind es bloß Kleinigkeiten, die am Ende aber viel ausmachen“, erzählt die Niederländerin. „Sie spricht sehr viel mit den Spielerinnen und geht individuell auf jede einzelne von ihnen ein. Ich bin sehr froh, dass sie da ist“, sagt Britta Lorenz über die Trainerin. Mit Müller und Bo Dekker hat die Managerin in dieser Saison gleich zwei Glücksgriffe gelandet.