Radsport

Nachwuchsfahrer stürzt im Schlussspurt auf Betonblock – tot

Giovanni Iannelli aus Italien stirbt nach einem Radrennen. Die Umstände sind tragisch. Nicht der erste tote Rad-Profi in diesem Jahr.

Starb im Alter von 22 Jahren: Der italienische Rad-Profi Giovanni Iannelli. 

Starb im Alter von 22 Jahren: Der italienische Rad-Profi Giovanni Iannelli. 

Foto: Twitter

Alessandria/Berlin.  Die Profi-Radsportszene wird von einem weiteren Todesfall erschüttert: Am Montag ist der Italiener Giovanni Iannelli an den Folgen seines schweren Sturzes gestorben.

Am Sonnabend war der 22-jährige Nachwuchsfahrer in Italien beim Profiradrennen Circuito Molinese in Molino dei Torti beim Schlussspurt zu Fall gekommen. Bereits im August hatte es bei der Polen-Rundfahrt einen Toten gegeben.

Zuerst hatte eurosport.de über den Unfall von Sonnabend berichtet. Die Umstände des Sturzes sind tragisch. Der Fahrer des U23-Teams Hato Green Tea Beer knallte beim Sturz mit dem Kopf gegen einen Betonklotz. Dabei zerbrach sein Helm.

So reagiert Ex-Profi Olaf Ludwig

Iannelli wurde zunächst am Unfallort wiederbelebt und ins Krankenhaus nach Alessandria gebracht, wo er wegen seiner inneren Blutungen am Kopf operiert wurde. Doch am Montag erlag der 22-Jährige aus Prato seinen schweren Verletzungen.

„Wenn solche Dinge passieren, ist das natürlich immer sehr tragisch“, sagte Ex-Radprofi Olaf Ludwig zu „Focus Online“. „Man kann gewisse Dinge wie die Helme immer weiter verbessern, aber da sind zu viele Faktoren zusammengekommen, die zum Tod geführt haben.“

Zwei Belgier starben dieses Jahr bei Radrennen

Zuletzt war bei der zur World Tour zählenden Polen-Rundfahrt ein Rad-Profi tödlich verunglückt. Das 22-jährige belgische Talent Bjorg Lamprecht war am 5. August auf der dritten Etappe bei regennasser Straße von der Strecke abgekommen und gegen eine Betonkonstruktion geknallt. Er starb im Krankenhaus an den Folgen eines Leberrisses.

Im März war sein 19-jähriger Landsmann Stef Loos bei einem Straßenrennen in Belgien falsch abgebogen und im Straßenverkehr mit einem Auto kollidiert. Er erlag im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.

„In den letzten zehn Jahren ist wahnsinnig viel verbessert worden, aber leider passiert so etwas immer wieder. Das ist leider das Risiko - auch im Radsport“, sagte Olaf Ludwig.