Sport-Oscar

Laureus-Awards werden 2020 in Berlin vergeben

Der Laureus World Sports Award, der sogenannte „Sport-Oscar“, wird am 17. Februar 2020 in der Hauptstadt verliehen.

Tennisspieler Novak Djokovic wurde 2016 bei den Laureus Awards ausgezeichnet.

Tennisspieler Novak Djokovic wurde 2016 bei den Laureus Awards ausgezeichnet.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Der Laureus World Sports Award gilt als Oscar des Sports – es ist weltweit eine der wichtigsten Auszeichnungen für Spitzensportler. Und im kommenden Jahr findet die Preisverleihung in Berlin statt. Das gab nun ein Komitee des Laureus Award im Stadion An der Alten Försterei, der Heimstätte des Fußball-Bundesligisten Union Berlin, bekannt.

Das Stelldichein der globalen Sportprominenz wird demnach am 17. Februar 2020 bei einer großen Gala in der Verti Music Hall stattfinden. „Es ist mir eine Ehre, dass diese besondere Preisverleihung in Berlin – meiner Heimatstadt – stattfinden wird“, sagte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Katarina Witt am Montag. Die ehemalige Eiskunstläuferin ist langjährige Laureus-Botschafterin.

2016 fand die Auszeichnung in der Messe statt

Berlin ist zum zweiten Mal Gastgeber der Preisverleihung, zuletzt fand der Laureus Award 2016 in der Hauptstadt statt, damals noch in der Messe. Die Nominierten für den Preis werden von mehr als 1000 Sport-Journalisten aus aller Welt vorgeschlagen. Eine Jury aus knapp 70 ehemaligen Spitzensportlern ermittelt dann die Gewinner in den sechs Hauptkategorien Sportler des Jahres, Sportlerin des Jahres, Mannschaft des Jahres, Actionsportler des Jahres, Durchbruch des Jahres sowie das Comeback des Jahres.

In diesem Jahr wurden die begehrten Preise in Monaco vergeben. Dort wurden unter anderem der 16-malige Tennis-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic (Serbien) und die viermalige Turn-Olympiasiegerin Simone Biles (USA) als Weltsportler und Weltsportlerin des Jahres geehrt. Zu den Preisträgern in den vergangenen 20 Jahren gehörten Usain Bolt, Serena Williams oder Roger Federer. Die Nominierten für das Jahr 2020 stehen indes noch nicht fest.

Der Laureus Award wird seit nunmehr 20 Jahren verliehen. In diesem Zuge wurde daher die Jubiläums-Kampagne „Sports unites us“ ins Leben gerufen. Denn neben der jährlichen Auszeichnung für Spitzensportler bemüht sich die Stiftung „Laureus Sport for Good“, Menschen weltweit über den Sport zusammenbringen und so Brücken bauen. Mittlerweile fördert die Stiftung mehr als 180 Projekte in 40 verschiedenen Ländern.

Witt erklärte, dass das Motto zum 20. Geburtstag von niemand Geringerem als Nelson Mandela ausgerufen wurde. Er, so erinnerte sich Witt, sagte vor 20 Jahren bei den ersten Laureus Awards, dass Sport die Kraft habe, die Welt zu verändern und Menschen zusammenzubringen. Witt selbst nahm im Jahr 2000 an der Preisverleihung in Monaco teil. Heute sagte sie: „Die Probleme und Herausforderungen in unserer Gesellschaft sind nicht weniger geworden, sondern mehr.“ Als Laureus-Botschafterin wolle sie sich deshalb aktiv einbringen, um Brücken in der Gesellschaft durch den Sport zu bauen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärte vorab, dass es eine große Ehre für Berlin sei, die Preisverleihung ausrichten zu dürfen. „Die Menschen in Berlin lieben den Sport“, so der Regierende Bürgermeister weiter.