Leichtathletik

„Alles herausgeholt“: Krause holt WM-Bronze in Doha

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Geschafft: Gesa Felicitas Krause jubelt im Ziel.

Geschafft: Gesa Felicitas Krause jubelt im Ziel.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Bei der WM in Doha holt die Europameisterin die erste deutsche Medaille. Dabei läuft sie deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis.

Doha. Mit Taktik, Mut und Cleverness hat Gesa Krause über 3000 Meter Hindernis Bronze erkämpft und den deutschen Leichtathleten die erste Medaille bei den Weltmeisterschaften in Doha beschert. Die 27 Jahre alte Europameisterin vom Verein Silvesterlauf Trier wurde am Montagabend in einem spannenden Finale in deutscher Rekordzeit von 9:03,30 Minuten wie schon 2015 in Peking Dritte.

Als im Khalifa-Stadion die Post abging, blieb Krause dran und musste sich am Ende nur der Kenianerin Beatrice Chepkoech (8:57,84 Minuten) und der Amerikanerin Emma Coburn (9:02,35) geschlagen geben. Ihren erst einen Monat alten deutschen Rekord verbesserte Krause um fast vier Sekunden.

"Das war nicht die Arbeit von einem Jahr, sondern von zehn Jahren"

„Ich habe alles aus mir herausgeholt“, sagte sie im ZDF. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ich habe davon geträumt, ich wollte es unbedingt.“

Es war der Lohn der härtesten Vorbereitung ihres Lebens: Seit Ende Oktober 2018 gönnte sie sich keinen freien Tag. Nach Höhentrainingslagern in Kenia, den USA, der Schweiz und Südafrika reiste sie in der Form ihres Lebens nach Doha. Erst Ende August verbesserte sie ihren eigenen deutschen Rekord auf 9:07,51 Minuten.

„Das war nicht die Arbeit von einem Jahr, sondern von zehn Jahren“, sagte Krauses Trainer Wolfgang Heinig im ZDF. Krause hatte bereits vor vier Jahren in Peking überraschend Bronze gewonnen und sich nach einer intensiven Vorbereitung zurecht Chancen auf eine Wiederholung des Coups gemacht.

Nach ihrem Bronze-Coup bei der WM 2015 und dem dramatischen Platz neun zwei Jahre später in London - sie war unverschuldet gestürzt - wollte sie diesmal erneut etwas Zählbares: Es klappte. Und die Belohnung für Bronze steht schon fest: Nach der WM geht es in den Griechenland-Urlaub.

( dpa/sid )