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Die Berlin Rebels sind bereit für die höchste Hürde

Die Berlin Rebels müssen im Play-off gleich beim Top-Favoriten Schwäbisch Hall ran. Im dritten Anlauf soll der große Coup gelingen.

Running Back Chris Smith (Mitte) will mit den Rebels die Sensation gegen Schwäbisch Hall schaffen.

Running Back Chris Smith (Mitte) will mit den Rebels die Sensation gegen Schwäbisch Hall schaffen.

Foto: Bild-Pressehaus / picture alliance / bild pressehaus

Berlin. Es war ein ungewohntes Erlebnis für die Schwäbisch Hall Unicorns, so mittendrin und doch nicht dabei. Beim Junior Bowl um die deutsche Jugendmeisterschaft mussten die Footballer aus Baden-Württemberg kürzlich zwei anderen Klubs den Vortritt lassen.

Das Endspiel zwischen Köln und Wiesbaden fand zwar in ihrem Stadion statt, doch dieses Mal waren die Unicorns ausnahmsweise nur Zuschauer, als der Titel vergeben wurde.

In der German Football League (GFL) sind die Einhörner dagegen das Maß aller Dinge. 2017 und 2018 wurde der Klub jeweils deutscher Meister und schaffte dabei etwas, das noch keiner anderen deutschen Mannschaft in einer der großen Teamsportarten geglückt ist.

Unicorns sogar besser als Kiels Handballer

Seit 48 Spielen sind die Footballer ungeschlagen. Im Juni knackten sie den Rekord des THW Kiel aus den Jahren 2011/12 für die längste Siegesserie im deutschen Sport – die Handballer hatten seinerzeit 40 Erfolge hintereinander gefeiert.

Auch den Basketballern von Alba Berlin gelangen 2001/02 saisonübergreifend einmal 32 Siege am Stück. Die Fußballer des FC Bayern München schafften hingegen „nur“ 19 in der Saison 2013/14.

Man könnte daher denken, jede Mannschaft in der Football-Bundesliga wolle Schwäbisch Hall im Play-off so lang wie möglich aus dem Weg gehen. Kim Kuci, der Trainer der Berlin Rebels, ist allerdings gar nicht so unglücklich, dass sein Team am Sonnabend im Viertelfinale gleich auswärts auf die Unicorns trifft. „Ihre Spielweise liegt uns“, meint er.

Die Rebels treten in Bestbesetzung an

Tatsächlich waren die beiden bisherigen Play-off-Duelle hart umkämpft. Schon 2016 und 2017 trafen die Rebels auf Schwäbisch Hall und zogen jeweils nur knapp den Kürzeren. Beim 24:31 vor zwei Jahren zwangen sie den großen Favoriten sogar in die Verlängerung.

„Wir haben auch dieses Mal wieder eine Chance, wenn wir ein fehlerfreies Spiel aufziehen“, sagt Kim Kuci. Die Berliner treten in Bestbesetzung an, pünktlich zum Spiel am Wochenende haben sich alle angeschlagenen Spieler fit gemeldet.

Das Minimalziel haben die Charlottenburger mit dem erneuten Einzug ins Viertelfinale schon erreicht. „Aber wir sind noch lang nicht satt“, so Kuci. Der große Traum bleibt das erstmalige Erreichen des German Bowl. Dafür müssen die Rebels jedoch zunächst die größtmögliche Hürde meistern.