Fussball

Peinlicher Hymnen-Fauxpas in Frankreich

Vor dem 4:1 gegen Albanien spielen die Gastgeber eine falsche Hymne ein. Beim Versuch, die Situation zu retten, wird es noch skurriler.

Frankreichs Olivier Giroud grämte sich nur kurz. Am Ende stand ein klarer 4:1-Sieg der Franzosen.

Frankreichs Olivier Giroud grämte sich nur kurz. Am Ende stand ein klarer 4:1-Sieg der Franzosen.

Foto: Christian Hartmann / Reuters

Köln/St. Denis..  Eine falsche Nationalhymne hat vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen den Fußball-Nationalmannschaften Frankreichs und Albaniens am Samstagabend für Misstöne gesorgt. Die Regie im Stade de France hatte sich knapp im Alphabet vergriffen und statt der albanischen die Hymne Andorras eingespielt. Die Gästespieler schauten zunächst irritiert und verweigerten danach den Anstoß, bevor nicht die korrekte Melodie dargeboten wurde.

Der Stadionsprecher berichtete zunächst „von technischen Problemen“, um dann die Realsatire komplett zu machen, indem er sich „bei den Anhängern aus Armenien“ (!) entschuldigte. Schließlich wurde doch die albanische Hymne gespielt, sodass die Partie mit fünfminütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte. Mit aufmunterndem Applaus bedachten albanische und französische Fans die richtige Hymnen-Wahl...

Deschamps entschuldigt sich

Der albanische Nationaltrainer Edoardo Reja hatte seiner Mannschaft die Anweisung gegeben, „solange nicht zu spielen bis die richtige Hymne zu hören ist“. Der französische Verbandspräsident Noel Le Graet entschuldigte sich persönlich bei seinem albanischen Amtskollegen.

„So etwas darf eigentlich nicht passieren, ist aber passiert“, betonte Weltmeister-Trainer Didier Deschamps nach dem klaren 4:1-Sieg, ehe auch er sich für den Fauxpas entschuldigte und für das Verhalten der Gäste Verständnis zeigte, angesichts des Hymnen-Chaos zunächst nicht spielen zu wollen: „Ich kann das total nachvollziehen!“