Titelkämpfe in Ungarn

Oeltze/Kretschmer im WM-Finale - Gold für Liebscher

Die stärksten deutschen Boote haben bei der Kanu-WM ihre Favoritenstellung bekräftigt. In den nicht-olympischen Disziplinen gab es schon die erste Goldmedaillen für das deutsche Team.

Holte WM-Gold im Canadier-Einer über 500 Meter: Tom Liebscher.

Holte WM-Gold im Canadier-Einer über 500 Meter: Tom Liebscher.

Foto: dpa

Szeged. Die deutschen Parade-Paddler um Olympiasieger Sebastian Brendel steuern bei der Kanu-WM auf Goldkurs.

Titelverteidiger Brendel siegte am Freitag in Szeged in seiner stärksten Disziplin über 1000 Meter im Canadier-Einer souverän im Vorlauf und zog ins Halbfinale ein. Das Canadier-Duo Yul Oeltze und Peter Kretschmer kämpft am Samstag in Ungarn um den dritten Titel in Serie über 1000 Meter.

Der deutsche Kajak-Zweier mit Max Hoff und Jacob Schopf erreichte über die olympische Distanz von 1000 Metern als Vorlauf-Dritter ebenfalls das Halbfinale. Die Potsdamerin Annika Loske verpasste im Canadier-Einer über 200 Meter das A-Finale deutlich, wie auch ihr Vereinskollege Timo Haselau über die gleiche Distanz im Kajak-Einer.

Das erste Gold im deutschen Team holte der Dresdner Tom Liebscher über die nicht-olympische 500-Meter Distanz im Kajak-Einer. Nach einem Schlussspurt verwies der Rio-Olympiasieger den Weißrussen Mikita Borikau mit 0,14 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

"Das ist jetzt mein dritter WM-Titel im K1 und es war einer der härtesten. Das Rennen lief eigentlich nicht wirklich gut, aber ich habe versucht, bei mir zu bleiben und das ist mir größtenteils gut gelungen", sagte der 26-Jährige und fühlt sich gerüstet für sein Hauptrennen. "Der Sieg ist auch ein wichtiger Fingerzeig für den K4, da müssen wir aufpassen, dass unser keiner die Wurst vom Brot nimmt", sagte Liebscher.

Der Kajak-Vierer über 1000 Meter - 2016 in Rio de Janeiro noch olympisch - holte mit Tobias-Pascal Schultz (Essen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Jakob Thordsen (Hannover) und Felix Frank (Potsdam) den WM-Titel vor Russland und der Slowakei. "Ich hätte nicht gedacht, dass es am Ende so deutlich wird, aber es war ein bärenstarkes Rennen von uns. Es ist schön, wenn man der Konkurrenz seine Vorstellung vom Rennen aufdrücken kann", sagte Reuschenbach. Silber hinter Ungarn gewannen Sarah Brüßler und Tabea Medert über die nicht-olympische Distanz im Kajak-Zweier über 1000 Meter.