Leichtathletik

Das Istaf wird in diesem Jahr zum WM-Härtetest

Olympiasieger, Welt- und Europameister: Das Istaf im Olympiastadion wird in diesem Jahr zur hochkarätig besetzten WM-Generalprobe.

Speerwerfer Thomas Röhler trifft beim Istaf auf die starke nationale Konkurrenz.

Speerwerfer Thomas Röhler trifft beim Istaf auf die starke nationale Konkurrenz.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.. Ein Blick auf die Startlisten verspricht einiges. Hochkarätige Duelle, Revanchen für die vergangenen Europameisterschaften und einen Kampf um die letzten WM-Tickets. Das Istaf im Berliner Olympiastadion (1. September) wird in diesem Jahr nicht nur zum Schaulaufen der Leichtathletik-Elite. Es ist auch der letzte Härtetest, bevor in Doha um die WM-Medaillen gekämpft wird (27. September bis 6. Oktober), und für manche Athleten die letzte Chance, noch das begehrte Ticket für den Saisonhöhepunkt abzugreifen.

„Viele Stars werden es im Olympiastadion also noch einmal so richtig krachen lassen“, sagte Meeting-Direktor Martin Seeber zum starken Athletenfeld, das sich in knapp zweieinhalb Wochen auf den Weg in die Hauptstadt macht.

Weitspringerin Mihambo will den nächsten Sieben-Meter-Sprung

Mit von der Partie: Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo, die noch am vergangenen Wochenende bei der Team-EM in Bydgoszcz (Polen) den nächsten Sieben-Meter-Satz ausgepackt hatte und bei den deutschen Meisterschaften Anfang August mit 7,16 Metern auf Platz drei der deutschen Bestenliste gesprungen war. Die Weltjahresbeste bekommt es beim Istaf allerdings mit der internationalen Konkurrenz um Maryna Bech-Romantschuk (Ukraine) und Shara Proctor (Großbritannien) zu tun. Eine echte Generalprobe für die WM.

Damit sich Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause optimal auf die Welttitelkämpfe vorbereiten kann, haben die Organisatoren extra die nicht-olympische Distanz von 2000 Meter Hindernis ins Programm aufgenommen. Für Gina Lückenkemper (SCC Berlin) geht es über 100 Meter um die DM-Revanche gegen Tatjana Pinto. Die Hürdensprinter Gregor Traber und Cindy Roleder messen sich mit den Europameistern Pascal Martinot-Lagarde (Frankreich) und Elvira Herman (Weißrussland). Und im Stabhochsprung kehrt EM-Überraschungssieger Armand Duplantis (Schweden) an die Stätte seines größten Triumphes zurück.

Diskus-Olympiasieger Harting noch ohne WM-Ticket

„Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Deutschlands Beste gegen Stars aus aller Welt schlagen“, sagte Seeber. Spannend wird aber auch das Kräftemessen der deutschen Speer-Elite, die in versammelter Stärke mit Olympiasieger Thomas Röhler, Weltmeister Johannes Vetter und dem deutschen Meister Andreas Hofmann antritt. „Mit den 90 Metern habe ich im Olympiastadion noch eine Rechnung offen“, sagte Röhler, der sich im vergangenen Jahr an gleicher Stelle den EM-Titel gesichert hatte.

Sogar Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat zugesagt. Der Berliner hatte bei den deutschen Meisterschaften noch das fehlende Konkurrenzniveau bemängelt, ist für die WM bisher noch nicht nominiert. Das Heimspiel beim Istaf aber lässt sich der 29-Jährige nicht entgehen. Auch weil mit Welt- und Europameister Andrius Gudzius (Litauen) internationale Elite am Start ist. „Weitere Top-Athleten werden noch folgen“, verspricht Seeber.