Mega-Sportereignis

Im Protokoll: So liefen die Finals in Berlin

Bei den Finals in Berlin wurden am Wochenende gleichzeitig zehn deutsche Meisterschaften ausgetragen. Alles dazu in unserem Blog.

Patrick Lange (M), zweimaliger Sieger des Ironman Hawaii, läuft bei der Deutschen Meisterschaft die letzten Meter an den Strand des Wannsees.

Patrick Lange (M), zweimaliger Sieger des Ironman Hawaii, läuft bei der Deutschen Meisterschaft die letzten Meter an den Strand des Wannsees.

Foto: Gregor Fischer/dpa

In Berlin fanden an diesem Wochenende die Finals mit insgesamt zehn gleichzeitig ausgetragenen deutschen Meisterschaften statt. Insgesamt kämpften mehr als 3300 Athleten an acht verschiedenen Orten der Hauptstadt um 202 Titel. Eindrücke in unserem Blog. .

+++ 20.04 Uhr +++ Zusammenpacken im Olympiastadion

Im Olympiastadion werden die Maßbänder eingerollt und die Startblöcke eingepackt. Mit dem deutschen Meistertitel für Speerwerfer Andreas Hofmann (87,07 Meter) und die Silbermedaille über 200 Meter für die Berlinerin Lisa-Marie Kwayie (persönliche Bestleistung von 22,88 Sekunden) enden die Titelkämpfe der Leichtathleten. Nach zwei Tagen Sport-Party in Berlin sagen auch wir im Live-Blog Tschüss und danke fürs Mitlesen! (Inga Böddeling)

+++ 18.49 Uhr +++ Andreas Hofmann deutscher Speerwurf-Meister vor Weber und Röhler

Andreas Hofmann hat das Speerwerfen der deutschen Weltklasse-Asse bei den Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin gewonnen. Der Vorjahressieger und Vize-Europameister konnte am Sonntag allerdings erst im sechsten und letzten Versuch Julian Weber vom ersten Platz verdrängen. Mit 87,07 Meter setzte sich der Mannheimer gegen den Mainzer (86,60) in einem insgesamt schwachen Wettkampf durch. Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena enttäuschte als Dritter mit 82,70 Meter.

Hofmann ist mit 88,09 deutscher Jahresbester und in der Welt bisher nur vom Esten Magnus Kirt (90,61) übertroffen. Weltmeister Johannes Vetter, zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung lange außer Gefecht, verletzte sich beim Aufwärmen und meldete sich mit dick bandagierter Wade ab. Der Offenburger hat allerdings für die WM Ende September in Doha als Titelverteidiger eine Wildcard. (dpa)

+++ 18.40 Uhr +++ Favortin Annika Schleu ist deutsche Meisterin im Modernen Fünfkampf

Die Weltranglisten-Erste Annika Schleu ist neue deutsche Meisterin im Modernen Fünfkampf. Die WM-Zweite von 2018 gewann den Titel am Sonntag bei den „Finals“ in Berlin. Nach den Disziplinen Schwimmen, Fechten, Reiten, Laufen und Schießen setzte sich die 29-Jährige vor der ebenfalls aus Berlin stammenden Ronja Steinborn durch. Staffel-Weltmeisterin Rebecca Langrehr (Berlin) wurde Dritte. Vor dem abschließenden „Laser-Run“ hatte die große Favoritin Schleu noch auf Platz fünf gelegen. (dpa)

+++ 18.39 Uhr +++ Weitspringerin Malaika Mihambo glänzt mit 7,16 Meter in Berlin

Europameisterin Malaika Mihambo hat mit einem Riesensatz ihren dritten deutschen Meistertitel im Weitsprung gewonnen. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz flog am Sonntag im Berliner Olympiastadion im letzten Durchgang auf die persönliche Bestweite von 7,16 Meter hinaus. Die Zweitplatzierte Merle Homeier aus Bückeburg lag mit 6,42 Meter weit zurück.

Mihambo sprang damit in diesem Jahr bereits zum vierten Mal über sieben Meter und ist derzeit die beste Weitenjägerin der Welt. Bei der Leichtathletik-WM Ende September in Doha/Katar wird sie wahrscheinlich auch über 100 Meter antreten. Auf dieser Distanz belegte sie am Samstag den dritten Rang hinter den Spezialistinnen Tatjana Pinto und Gina Lückenkemper. (dpa)

+++ 17.39 Uhr: Rekordverdächtige Besucherzahlen im Olympiastadion +++

Während die Finals in vielen Sportarten schon zu Ende gehen, vermelden die Leichtathleten im Olympiastadion eine Rekordkulisse. An beiden Tagen kamen 60.550 Zuschauer zu den Wettkämpfen – so viele wie seit 40 zu deutschen Meisterschaften nicht mehr. Und hier geht die Leichtathletik-Party noch knapp drei Stunden weiter! ´

+++ 17.24 Uhr: Letzte Siegerehrungen bei Schwimmern +++

Die letzten Siegerehrungen bei den Schwimmern werden vorgenommen. An der Landsberger Allee drückte das neue Traumpaar des deutschen Schwimmsports den nationalen Meisterschaften seinen Stempel auf. Florian Wellbrock und Sarah Köhler dominierten die Freistilstrecken und gewannen jeweils drei Titel. (Marcel Stein)

+++ 15.30 Uhr: Es ist angerichtet im Olympiastadion +++

Im Olympiastadion läuft jetzt der Showdown zum großen Kampf der Speerwerfer. Bevor am frühen Abend gleich fünf Weltklasse-Athleten um den deutschen Meistertitel werfen, wartet ein pickepackevolles Programm mit Dreisprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfern und vielem mehr. Die Stimmung ist ausgelassen, mittlerweile sind knapp 30.000 Zuschauer rund um die blaue Bahn angekommen. Es ist angerichtet! (Inga Böddeling)

+++ 14.58 Uhr: Maskottchen Tracky wirbt für die WM +++

Nach der deutschen Meisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. Tracky ist das Maskottchen für die WM, die im Februar 2019 im Berliner Velodrom stattfindet. Und Tracky rennt bei den Finals gerade auch überall ganz aufgeregt umher, um für die Weltmeisterschaften nächstes Jahr zu werben. (Marcel Stein)

+++ 14.40 Uhr: Spreeufer wieder in der Hand der Touristen +++

Ende der Festspiele am Spree-Ufer. Die Finals sind hier vorbei, das Flussufer ist wieder in Hand von Touristen und Berlinern. Vor wenigen Stunden noch feierten hier Tausende Menschen die Kanuten an. (Nina Kugler)

+++ 13.35 Uhr: Kampfkunst aus Vietnam +++

Neben dem Jiu Jitsu-Stand präsentiert sich die Trainingsgruppe einer jungen, nicht so bekannten Kampfsportart: Vovinam. "Das ist Kampfkunst aus Vietnam mit Elementen aus Kung Fu, Taekwondo und Karate", erzählt Trainer Tom Uhlig vom Verein Vovinam Berlin. In ganz Berlin gibt es nur zwei Vereine, die diese Kampfkunst anbieten. (Helena Dolderer)

+++ 13.10 Uhr: Gute Stimmung im Velodrom ++++

Im Velodrom ist die Stimmung gut. Etwa 1200 Zuschauer bejubeln hier Radsportler. Im Moment finden Siegerehrungen statt. (Nina Kugler)

++++ 13.08 Uhr: Rekord am Stufenbarren eingestellt +++

Rekord eingestellt! Elisabeth Seitz vom MTV Stuttgart gewinnt an ihrem Paradegerät Stufenbarren. Es ist ihr 22. nationaler Titel, damit stellt sie den Rekord der Ost-Berlinerin Ingrid Föst ein, die zwischen 1953 und 1963 in der DDR 22 Mal vorne lag. An den Ringen entthront Nick Klessing (SV Halle/14,500) Titelverteidiger Andreas Toba (Hannover/14,233). (Björn Jensen)

+++ 12.57 Uhr: Ausgelassene Stimmung auf dem Familiensportfest +++

Popmusik tönt aus den Lautsprechern. Die Sonne scheint und die Stimmung ist ausgelassen auf dem Familiensportfest. (Helena Dolderer)

+++ 12.39 Uhr: Werbung für Rugby in Berlin +++

Auf einem der Trainingsplätze von Hertha BSC werden Bälle geworfen. "Ob dick, dünn, groß, klein - Rugby ist für jeden was", sagt Clara Hummel. Die 25-jährige spielt im Berliner SV Rugby und findet es schade, dass die Sportart in Deutschland nicht so verbreitet ist. "Dabei gibt es beim Rugby viel weniger Zickenkrieg als beim Fußball." (Helena Dolderer)

+++ 12.36 Uhr: Noch wenig los bei den Schwimmern +++

Drinnen kämpfen die Schwimmer um den Titel, davor aber lassen sich nicht viele Besucher blicken. Im Gegensatz zum Austragungsort Spree City ist hier kaum was los. (Nina Kugler)

+++ 12.35 Uhr: Die Schmeling-Halle tobt +++

Die Schmeling-Halle tobt nach seiner Klasse-Vorstellung, aber das reicht nicht, um die Wertungsrichter zu beeindrucken. Waldemar Eichhorn (TV Bous) unterliegt am Pauschenpferd knapp mit 13,000 Punkten gegen Titelverteidiger Nils Dunkel (MTV Erfurt/13,366). Bei den Frauen siegt die neue Mehrkampfmeisterin Sarah Voss (DSHS Köln) mit 14,249 Punkten auch am Sprung und verteidigt ihren Titel damit erfolgreich vor Emelie Petz (TSG Backnang/14,116). (Björn Jensen)

+++ 11.59 Uhr: Spree-Ufer füllt sich zusehends +++

Immer mehr Zuschauer strömen an den Stadtfluss und wollen die Finals an dieser Austragungsstätte sehen. Vor den Startschüssen herrscht immer angespanntes Schweigen, das Publikum gönnt den Athleten die Konzentration vor dem Start. Wenn es aber losgeht, legt auch das Publikum los und unterstützt die Sportler lautstark. (Nina Kugler)

+++ 11.57 Uhr: Beim Kunstturnen in der Max-Schmeling-Halle +++

Deutsche Meisterschaften im Kunstturnen in der zu gut 80 Prozent gefüllten Max-Schmeling-Halle: Neuer deutscher Meister am Boden ist Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), der sich mit 14,333 Punkten knapp vor dem ebenfalls überzeugenden Nick Klessing (SV Halle/14,100) behauptet. (Björn Jensen)

+++ 11.55 Uhr Mutige Kinder beim Familiensportfest +++

Mutige Kinder können hier auf dem Familiensportfest hoch hinaus: Ganze sechs Meter hoch ist die knallorangene Kletterwand, die von Globetrotter und Magic Mountain zur Verfügung gestellt wird. "Ich hab das schon mal im Urlaub in Österreich gemacht" erzählt die neunjährige Filippa. Angst? Pah, hat sie nicht. Im Olympiapark ist die Stimmung gelassen an diesem sonnigen Sonntag. Es ist voll, aber nicht überfüllt. Von überall hört man aufgeregte Kinderstimmen. Der Eismann hat alle Hände voll zu tun. Rote und blaue Luftballons hängen über den Köpfen der Besucher, vereinzelt erspäht man Sportler in der Menge. (Helena Dolderer)

+++ 11.43 Uhr: Familienfest an der Spree +++

Auch an der Spree sind die Finals ein Familienfest: Eltern picknicken mit ihren Kindern. Omas erklären die Sportart. Enkel erzählen ihren Opas was es mit den Drohnen auf sich hat, die ununterbrochen über den Köpfen der Zuschauer kreisen. „Das ist ein fliegender Fotoapparat“, sagt ein kleiner Junge. (Nina Kugler)

+++ 11.35 Uhr: Triathleten sind im Ziel +++

Sie haben es geschafft. Angefeuert von mehreren tausend Fans auf dem Olympischen Platz sind die Triathleten ins Ziel eingelaufen. Neuer deutscher Meister: Valentin Wernz! Ironman-Weltmeister Patrick Lange hat derweil schon Zeit für erste Selfies. (Inga Böddeling)

+++ 11.27 Uhr: Deutschlands oberster Sportfunktionär bei den Kanuten +++

Wenn Berlin den Sport feiert, macht auch Deutschlands oberster Sportfunktionär gern mit. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, auf seiner Tour durch die Stadt, er besucht alle zehn Sportarten. Neben Kanu sind heute auch Trial, Turnen, Schwimmen und Bahnrad dran. Von der Atmosphäre in Berlin ist Hörmann begeistert. (Marcel Stein)

+++ 11.25 Uhr: Warten auf den Startschuss +++

Um 11.40 Uhr starten am Austragungsort City Spree die Kanuten. Bereits jetzt warten Hunderte Menschen darauf, dass es losgeht. Das Wetter ist schwül-warm, wer kann sucht sich einen Platz an der Mauer und setzt sich ins Gras. Im Hintergrund dröhnt Popmusik. (Nina Kugler)

+++ 11.18 Uhr: Junioren bei Rad-Trial am Jahnsportpark +++

Beim Rad-Trial vor dem Jahnsportpark sind die Junioren im Parcours. Und drumherum sind kaum noch Plätze frei. Wer in der Nähe ist: bis 13.30 Uhr ist hier noch Action. (Björn Jensen)

+++ 11.10 Uhr: Triathleten am Olympiastadion angekommen +++

Die Triathleten sind am Olympiastadion angekommen. Ironman-Weltmeister Patrick Lange liegt nach der Hälfte der Radstrecke aussichtsreich 28 Sekunden hinter der Spitze. Seine Paradedisziplin, das Laufen, kommt aber ja erst noch. (Inga Böddeling)

+++ 10.40 Uhr: Optimales Kanuwetter in Berlin +++

Kanu-Star Sebastian Brendel aus Potsdam ist heute bei den Finals im Canadier am Start. Obwohl die Sonne nicht so durchkommt, sieht der dreifache Olympiasieger optimales Kanu-Wetter an der Strecke vor der East Side Gallery. Nur ein bisschen wellig ist es gerade auf der Spree. (Marcel Stein)

+++ 10.48 Uhr: Straße des 17. Juni wird zum Pferdeparadies +++

Rund 100 Islandpferde starteten am Sonntagmorgen pünktlich um 10 Uhr zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor die finale Etappe des Staffelritts zum Pferdesportpark Karlshorst. Dort wird die diesjährige Islandpferde-WM 2019 ab heute stattfinden. Hunderte Zuschauer versammelten sich am Brandenburger Tor, um das Spektakel mitzuerleben. Vanessa (24) und ihr siebenjährigen Isländer Loft Faro freuen sich schon. "Wir haben uns zusammen vorbereitet und sind viel auf der Straße geritten, jetzt kann es losgehen", sagt Vanessa vor dem Ritt. Für die beiden ist es heute das erste Mal. (Helena Dolderer)

+++ 10.45 Uhr: Willkommen zum Live-Blog am zweiten Tag der Finals +++

+++ 20.07 Uhr +++ Am Sonntag geht's weiter!

Im Olympiastadion gehen die Lichter aus! Schluss für heute. Mit dem deutschen Vize-Meistertitel über 100 Meter für SCC-Sprinterin Gina Lückenkemper und nach vielen emotionalen Entscheidungen verabschiedet sich die Leichtathletik bis Sonntagfrüh. Weiter geht es hier um 11.30 Uhr mit dem Stabhochsprung der Männer.

+++ 20.06 Uhr +++ Pinto schlägt Sprint-Star Lückenkemper im 100-Meter-Finale

Tatjana Pinto hat Gina Lückenkemper bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften den Titel über 100 Meter weggeschnappt. Die 27-Jährige aus Paderborn siegte am Samstag im Berliner Olympiastadion in 11,09 Sekunden. Titelverteidigerin, Vize-Europameisterin und Lokalmatadorin Lückenkemper rannte nach 11,20 Sekunden über die Ziellinie.

Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz wurde Dritte in 11,21 Sekunden und sicherte sich damit den erhofften Startplatz für die WM Ende September im Sprint. An diesem Sonntag ist die Weltjahresbeste, die bereits dreimal über sieben Meter gesprungen ist, Topfavoritin in der Sandgrube.

Bei den Männern gewann Michael Pohl in 10,27 Sekunden vor seinem Clubkollegen Kevin Kranz (beide Sprintteam Wetzlar), der zwei Hundertstelsekunden langsamer war. Der deutsche Rekordhalter Julian Reus aus Erfurt wurde Dritter in 10,30 Sekunden.

+++ 18.38 Uhr +++ Konstanze Klosterhalfen läuft deutschen Rekord

Gänsehaut-Atmosphäre im Olympiastadion! Selten haben die Zuschauer bei einem 5.000-Meter-Rennen so mitgefiebert. Konstanze Klosterhalfen läuft von Beginn an ein Wahnsinns-Tempo und erreicht den deutschen Rekord! 14:26,76 Minuten. Und damit 16 Sekunden schneller als die alte Bestmarke von Irina Mikitenko, die vor 20 Jahren beim Istaf in Berlin aufgestellt wurde.

+++ 17.54 Uhr +++ Im Osten der Stadt kehrt schon Ruhe ein +++

Während es im Westen der Stadt sportlich in die entscheidende Phase geht, kehrt im Osten bereits Ruhe ein. Kanuten, Bahnradsportler und Schwimmer sind durch mit ihren Programmen, auch beim Trial und beim Turnen packen die Athleten zusammen. Überall geht es am Sonntag weiter mit den deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals 2019. (Marcel Stein)

+++ 17.12 Uhr +++ Schlägerei neben dem Boxring

Beim Boxturnier wurde auch außerhalb des Rings von den Fäusten Gebrauch gemacht. Eine Gruppe von rund zehn Halbstarken geriet auf der Tribüne des Kuppelsaals aneinander. Die zufällig kurz zuvor angerückte Polizei hatte die Lage aber schnell im Griff. (Björn Jensen)

+++ 17.02 Uhr +++ Wettkämpfe kommen in Fahrt

Die Wettkämpfe im Olympiastadion nehmen Fahrt auf. Christin Hussong heißt die neue deutsche Meisterin im Speerwurf (65,33 Meter). Nebenan kämpfen die Kugelstoßer um den Titel und die WM-Norm. Gegenüber liegt die Latte bei den Hochspringerinnen hoch. An der Sandgrube sind die Dreispringerinnen unterwegs. Und auf der blauen Bahn werden die 100-Meter-Sprinterinnen mit Spannung zu ihren Halbfinals erwartet. (Inga Böddeling)

+++ 16.32 Uhr +++ 1500 Meter Freistil vom Doppel-Weltmeister

Volle Ränge auch in der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee. Die Zuschauer sahen gerade, wie Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock zum Titel über 1500 Meter Freistil geschwommen ist.

+++ 16.02 Uhr: Probleme mit den Tickets für die Leichtathletik +++

Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Rahmen der Finals in Berlin hat es Probleme beim Einlass gegeben. Besucher am Olympiastadion beschwerten sich am Samstagvormittag darüber, dass Tickets nicht gescannt werden konnten. Teilweise kam es zu Wartezeiten von über einer Stunde. „Es gab Probleme mit den Lesegeräten“, räumte Peter Schmitt, Pressesprecher des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), ein. „Unsere Event-Abteilung hat sofort reagiert und das Personal aufgestockt. Wir gehen davon aus, dass nichts mehr passiert und entschuldigen uns dafür“, sagte er.

+++ 15.29 Uhr: Titel für Richter und Kahllund +++

Olympia-Silbermedaillengewinnerin Lisa Unruh ist nach zwei Jahren als deutsche Meisterin mit dem Recurve-Bogen entthront. Im Finale unterlag die 31 Jahre alte Lokalmatadorin ihrer Vereinskollegin Elena Richter nach fünf Durchgängen mit 4:6. Für Richter war es der dritte Meistertitel. „Ich habe die Zehner nicht getroffen, es haben immer ein paar Millimeter verfehlt“, sagte Unruh im ZDF: „Die Tribünen waren voll, das hat total gepusht.“ Bei den Männern holte sich Unruhs Lebensgefährte Florian Kahllund (Fokbeck) zum dritten Mal den Titel. Der 26-Jährige setzte sich im Stechen gegen Maximilian Weckmüller (Vellmar) durch. Nach fünf Sätzen hatte es 5:5 gestanden.

+++ 15.18 Uhr: Beyer holt Titel im Scratch-Rennen +++

Maximilian Beyer hat bei den 133. deutschen Meisterschaften im Bahnradsport den Titel im Scratch-Rennen gewonnen. Der Berliner setzte sich nach 15 Kilometern auf der 250-Meter-Holzpiste im Velodrom vor Moritz Malcharek aus Zepernick und dem Oberhausener Achim Burkart durch. Für Beyer war es nach seinem Sieg im Madison der zweite Titel bei den Finals in der Hauptstadt. „Ich hatte nach meiner Knie-Operation ein schweres Jahr 2018. Jetzt fühle ich mich wieder gut“, sagte Beyer.

+++ 15.08 Uhr: Tolles Wetter lockt immer mehr Besucher an +++

Gute Stimmung, gutes Wetter: immer mehr Menschen strömend na und ins Olympiastadion. Die Finals scheinen hier bei den Berlinern sehr gut anzukommen. Zudem gibt es unglaublich viele Give-always, von Luftballons über Schlüsselanhänger, Kugelschreiber bis hin zu Taschen und Käppis. (Nina Kugler)

+++ 15.01 Uhr: Mit Muskelkraft zum Smoothie +++

Mix dir deinen eigenen Smoothie: auf einem Rad kräftig in die Pedale getreten, wird der Mixer so durch die Tretkraft bewegt. Als Belohnung gibt es auf dem Familienfest am Ende den Früchte-Drink. (Nina Kugler)

+++ 14.59 Uhr: Velodrom gut gefüllt +++

Im Velodrom ist zumindest die Haupttribüne gut gefüllt. Die Bahnradfahrer sind schon seit Mittwoch unterwegs und suchen ihre Meister. (Marcel Stein)

+++ 14.20 Uhr: Andreas Toba ist Turn-Mehrkampfmeister +++

Andreas Toba ist zum zweiten Mal nach 2016 deutscher Mehrkampfmeister im Turnen. Der 28-Jährige von der TK Hannover setzte sich mit 83,100 Punkten recht deutlich gegen Titelverteidiger Marcel Nguyen (TSV Unterhaching/82,350) durch. Dritter im Sechskampf wurde der erst 19 Jahre alte Karim Rida (81,600) vom SC Berlin vor seinem Teamkollegen Philipp Herder (81,300), der nach vier von sechs Geräten noch deutlich in Führung gelegen hatte. Für die deutschen Turner sind die Titelkämpfe in der Hauptstadt die erste Qualifikation im Hinblick auf die Nominierung für die Heim-Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart. Am Sonntag steigen in der Max-Schmeling-Halle die Gerätefinals der Frauen und Männer (11.30 Uhr/ZDF).

+++ 14.00 Uhr: Lisa Ryzih holt Stabhochsprung-Titel +++

Zweite stolze Leichtathletik-Meisterin des Tages ist Lisa Ryzih. Die Stabhochspringerin bestätigt mit 4,60 Meter die Norm für die Weltmeisterschaften in Doha (28. September bis 6. Oktober) und freut sich über ihren insgesamt vierten Titel. „Es war sehr wichtig für mich heute den Titel zu holen“, sagt die Athletin des ABC Ludwigshafen. Im vergangenen Jahr hatte sie verletzt passen müssen. „Ich freu mich so sehr, dass so viele Leute noch hier geblieben sind“, jubelt die 30-Jährige ins Publikum. Jetzt ist nämlich Mittagspause im Olympiastadion. Hier geht’s um 15 Uhr weiter! (Inga Böddeling)

+++ 13.34 Uhr: Die Kleinen schon rasant unterwegs +++

Wer rast am schnellsten mit seinem Laufrad über den kleinen Parcours? Hier geht es um Schnelligkeit, Balance - und natürlich Spaß. Als Preis gibt es eine Limonade. Den Parcours aufgebaut hat die AOK. Sie will dass schon Kinder gesund leben. Und sicher: Es herrscht Helmpflicht. (Nina Kugler)

+++ 13.28 Uhr: Ausgeschieden und trotzdem bester Laune +++

Am Spreeufer zurrt Max Mikosch sein Kanu auf dem Autoanhänger fest. Hier finden die Finals auf dem Wasser statt. "Ich bin in der Vorrunde ausgeschieden", sagt der 20-jährige Essener enttäuscht. "Aber ich muss mich nicht allzusehr grämen: Da waren mehrfache Olympiateilnehmer in der Konkurrenz." (Patrick Goldstein)

+++ 13.20 Uhr: Bei den Trials im Jahn-Sportpark +++

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sprtpark in Prenlauer Berg treten die besten der deutschen Trial-Radfahrer an. Albrecht Oswald, 54, aus dem Münstertal unterstützt, chauffiert, und tröstet manchmal seinen Sohn Dominik seit er sieben Jahre alt ist. Jetzt geht der 22-jährige Baden-Württemberger ins Finale. Ein gefährlicher Sport, eine Art Klettertour auf zwei Räder, kreuz und quer über einen tückischen Parcour. Aber, so Vater Albrecht: "Als Eltern machen wir uns lieber Sorgen um seinen Sport, als dass er etwas mit Alkohol oder Drogen anfängt." (Patrick Goldstein)

+++ 12.59 Uhr: In riesigen Bällen über das Wasser +++

Auch ungewöhnlichen Sport kann man auf dem Familiensportfest machen - zum Beispiel in riesigen Bällen übers Wasser rollen. Ein riesiger Spaß für die Kinder. Die Luft ist erfüllt von spitzen Freudenschreien und Gelächter. (Nina Kugler)

+++ 12.57 Uhr: Bei den Trials-Radfahrern trifft Tradition auf Moderne +++

Im Schatten der in die Jahre gekommenen Stadiontribüne des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks ermitteln die Trials-Radfahrer ihre deutschen Meister. Als Hindernisparcours auf dem Rad lässt sichdiese Sportart wohl am besten beschreiben. Es ist eine junge Sportart, das zeigt sich auch beim Blick ins Publikum. Viele Jugendliche und Familien mit kleinen Kindern sind gekommen. Ein Mädchen, vielleicht zehn Jahre alt, studiert die Tricks der Profis ganz genau. Ihrer Kleidung nach zu urteilen ist sie selbst ebenfalls aktiv. "In fünf Jahren bist du dann selbst dabei", meint ein Helfer zu ihr. Sie grinst bloß. Fahrrad-Trial ist die einzige Sportart bei diesen Finals, die (noch) nicht olympisch ist. Trotzdem haben die Fahrradartisten bereits eine treue Fanschar. Viele Besucher tragen T-Shirts oder Käppis des letztjährigen Weltcups in Berlin. "Berlin ist immer eine Reise wert", meint auch Weltmeisterin Nina Reichenbach. Sie gewinnt standesgemäß und mit deutlichem Vorsprung den deutschen Meistertitel. (Philip Häfner)

+++ 12.49 Uhr: Siegerehrung an der Spree +++

Ronald Rauhe hat den Parallelsprint der Kajakmänner gewonnen und freut sich, dass die Wettkämpfe der Kanuten so toll vom Publikum angenommen werden. (Marcel Stein)

+++ 12.35 Uhr: Softball für die Besucher des Familiensportfests +++

Mit poppiger Musik im Hintergrund wird auf einem Feld Softball gespielt. Für die Besucher des Familiensportfestes ist einiges geboten. Im geschützen Zelt können sich Kinder kostenlos an einer Ballwurfmaschine ausprobieren. Der neun Jahre alte Benni, der in Begleitung seiner Eltern gekommen ist, ist jedenfalls begeistert. „Das macht voll Spaß“, sagt er. Und möchte sein neu entdecktes Hobby am liebsten immer spielen. „Mama, vielleicht gibt es ja einen Verein, in dem ich spielen kann“, fragt und hofft er. (Nina Kugler)

+++ 12.30 Uhr: Erster deutscher Meister im Olympiastadion +++

Und da ist der erste deutsche Meister im Olympiastadion: Hammerwerfer Tristan Schwandke gewinnt mit 73,00 Metern. Der 27-Jährige vom TV Hindelang war im vergangenen Jahr noch auf Rang zwei gelandet. Jetzt ist ihm der ganz große Wurf gelungen. „Das ist der Wahnsinn. Der Druck war heute enorm groß“, sagt der erste Leichtathletik-Meister dieses Wochenendes. „Hier im Olympiastadion zu gewinnen, ist wirklich eine Ehre!“ (Inga Böddeling)

+++ 12.11 Uhr: Triathlon-Titel der Frauen geht nach Berlin +++

Das Lächeln der Siegerin schlich sich bereits in ihr Gesicht, als Laura Lindemann auf den Olympischen Platz einbog und den Jubel der Zuschauer hörte. „Es war richtig cool, dass so viele Leute da waren. Das hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte die 23 Jahre alte Berlinerin vom Team Triathlon Potsdam, nachdem sie ihren deutschen Meistertitel über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) in einer Zeit von 59:19 Minuten erfolgreich verteidigt hatte. (Björn Jensen)

+++ 12.09 Uhr: Große Verwirrung rund um die Sportstätten +++

Oft blickt man auf dem Gelände rund ums Olympiastadion in fragende Gesichter: Ordner wissen nicht, wo auf dem Areal wann welche Disziplin ausgetragen wird. Eine Hilfe für Besucher sind sie nicht. „Alles sehr verwirrend und unübersichtlich“, sagt ein Gast. Lagepläne liegen nicht wie angekündigt überall aus. Mit Glück findet man seinen Weg - auf einem sehr weitläufigen Gelände. So sind auch die Besucher gezwungen, Sport zu machen. (Nina Kugler)

+++ 11.54 Uhr: Erste deutsche Meister im Olympiastadion gesucht +++

Anders als bei Hertha-Heimspielen ist bei dieser Sportveranstaltung nicht jeder Platz besetzt. Die Stimmung ist trotzdem gut. Die Zuschauer feuern die Sportler leidenschaftlich an. Die Hammerwerfer und Stabhochspringerinnen haben ihre Wettkämpfe aufgenommen. Bei den Enscheidungen am Nachmittag sollen sich die Reihen im Olympiastadion füllen. (Nina Kugler/Inga Böddeling)

+++ 11.36 Uhr: Am Olympiastadion noch wenig los +++

Die Sportfans sind offenbar noch nicht aufgestanden. Der Besucherandrang am Olympiastadion hält sich am Vormittag noch in Grenzen. Dabei ist das Wetter für Zuschauer wie Sportler bisher ideal. (Nina Kugler)

+++ 11.10 Uhr: Großer Andrang bei den Kajakfahrern +++

Es wird immer voller an der East Side Gallery. Die Zuschauer bewundern gerade die Kajakfahrer bei ihren Zwischenläufen. Bislang setzen sich die Favoriten durch. (Marcel Stein)

+++ 10.41 Uhr: Mängel bei der Beschilderung +++

Dass im Land der Schilder Beschilderungen fehlen, ist kaum vorstellbar. Am Olympischen Platz sucht man als Medienvertreter indes vergeblich nach sichtbaren Hinweisen auf Pressezentrum oder Mixed Zone. Und auch die vielen Stewards mit ihren orangefarbenen Leibchen wissen keine Abhilfe. Aber: freundlich sind sie, allesamt. Und das ist ja auch viel wert. (Björn Jensen)

+++ 10.15 Uhr: Vom Pummel zum Triathleten +++

Andreas Donner läuft nach 1:20 Stunden durch das Ziel. Die Olympischen Ringe des Stadions hinter sich, atmetet er tief durch - überglücklich. "Ich habe den Anfänger-Triathlon geschafft. Schwimmen im Wannsee, Rad fahren und jetzt laufen." Der Kraftakt begann mit einem kompletten Wechsel der Lebensgewohnheiten. "Ich habe 28 Kilo abgenommen, meine ganze Ernährung umgestellt, meine Angst vor Wasser überwunden." Seine Geschichte trage das Motto: 'Vom Pummel zum Triathleten'. Am Abend will er noch etwas von Berlin sehen. Am liebsten mit Freunden zum Brandenburger Tor. Wie es ist, in Berlin die Finals zu erleben? "Hammergeil!", sagt der 50-Jährige aus Oldenburg. (Patrick Goldstein)

+++ 9.58 Uhr: Vorbereitungen bis zuletzt +++

An der Ziel-Tribüne vor dem Olympiastadion kleben Helfer noch am Morgen begrüßende Worte an die Eingänge. (Patrick Goldstein)

+++ 9.31 Uhr: Warten auf die Kanuten +++

Um 9 Uhr sind schon gut 200 Besucher vor Ort an der City Spree, ein paar scheinen noch übrig geblieben zu sein von der Nacht zuvor und haben Bier in der Hand. Auch asiatische Touristen schauen fasziniert zu. Genau so haben sich die Kanuten das gedacht. Sonst sind sie meist auf abseits gelegenen Regattastrecken unterwegs. (Marcel Stein)

+++ 9.25 Uhr: Unterstützung für die Triathleten +++

Fünf Stunden und 15 Minuten haben sie von Kreuztal im Siegerland gebraucht. Jetzt sind Birgitta Sauer und Tochter Maren am Olympiastadion angekommen. 'Wir wollen den Damen-und Herren-Teams unseres Vereins Ejot dabei zugucken, wie sie wieder Bundesligasieger im Triatlon werden', sagt Apothekerin Sauer mit einem Augenzwinkern. Ihre Tochter Maren ist bereits Siegerin des Tages - in einer ganz eigenen Kategorie. Die 17-Jährige hat ihre erste Autobahnautofahrt als begleitete Anfängerin am Steuer hinter sich. 'Hat toll geklappt', sagt sie. (Patrick Goldstein)