Global Jumping Berlin

Springen unterm Funkturm etabliert sich als Top-Event

Spitzensport, glückliche Reiter und 15.500 begeisterte Zuschauer: Das Global Jumping Berlin gewinnt weiter an Stellenwert.

Voll des Lobes über das Global Jumping Berlin: Top-Springer Daniel Deußer.

Voll des Lobes über das Global Jumping Berlin: Top-Springer Daniel Deußer.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Volker Wulff hat in seinem Leben schon weit über 300 internationale Springreitturniere auf die Beine gestellt. Doch am Sonntag erlebte der Organisator des Global Jumping Berlin eine echte Premiere. Erstmals wurde bei einer seiner Veranstaltungen die Nationalhymne des Kongos gespielt, nachdem Lucas Gbwa-Dieudonne eine der kleineren Prüfungen für sich entschied.

„Zum Glück hatten wir vorher noch die Fahne besorgt“, sagte Wulff. Die Episode ereignete sich zwar nur im Rahmenprogramm des Fünf-Sterne-Turniers, doch sie verdeutlichte, dass man tatsächlich an alles gedacht hatte.

Deußer: „Hätten uns kein besseres Turnier wünschen können“

Selbst das heiße Wetter störte den Ablauf an den drei Tagen überhaupt nicht, denn mit einem klimatisierten Stall hatten die Veranstalter vorgesorgt. Das Lob der Reiter war ihnen dafür gewiss. „Bei diesen Bedingungen hätten wir uns kein besseres Turnier wünschen können“, meinte etwa Daniel Deußer.

Im dritten Jahr hat sich das Global Jumping etabliert. „Wir hatten in diesem Jahr 22 der besten 50 Reiter der Weltrangliste am Start. Das waren in Aachen auch nicht mehr“, sagte Volker Wulff. Nach dem CHIO und dem Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg stellt Berlin das dritthöchstdotierte Turnier hierzulande.

15.500 Zuschauer, darunter Bill Gates

„Wir brauchen uns ganz sicher nicht verstecken und wollen diese Position in den nächsten Jahren weiter festigen“, so Wulff. Im Juli 2020 macht die Global Champions Tour wenige Wochen vor Olympia erneut auf dem Messegelände Station.

In diesem Jahr kamen an drei Tagen insgesamt 15.500 Zuschauer in den Sommergarten unterm Funkturm. Selbst Microsoft-Boss Bill Gates ließ es sich nicht nehmen, seiner Tochter Jennifer vor Ort die Daumen zu drücken, die ebenfalls am Start war.

Kukuk springt im Championat der DKB auf Platz zwei

Ganz vorn landeten in den beiden abschließenden Fünf-Sterne-Prüfungen am Sonntag allerdings andere. Im Championat der Deutschen Kreditbank setzte sich im Stechen der Italiener Alberto Zorzi mit Cinsey durch, Zweiter wurde der Warendorfer Christian Kukuk auf Colestus.

Zuvor hatte Zorzis Landsmann Emanuele Gaudiano auf Carlotta 232 den Idee Kaffee-Preis für sich entschieden. Dort war Christian Ahlmann auf Zampano Z als Siebter bester Deutscher. Er musste trotzdem erstmals in der Geschichte des Global Jumping ohne einen Sieg am Wochenende die Heimreise antreten.