Handball

Jungfuchs Matthes kämpft mit der U21 ums WM-Viertelfinale

Das Team um den Berliner Bundesliga-Profi trifft am Mittwoch im Achtelfinale auf Portugal. Dort soll die Reise aber noch nicht enden.

Tim Matthes warf in der Vorrunde acht Tore für deutsche U21.

Tim Matthes warf in der Vorrunde acht Tore für deutsche U21.

Foto: Marco Wolf / picture alliance / Marco Wolf

Berlin. Nationalspieler Paul Drux dirigierte ein paar A-Jugend-Spieler durch die Halle, Torhüter Dejan Milosavljev gab seinem C-Jugend-Pendant wertvolle Profi-Tipps, und Rückraumspieler Simon Ernst präsentierte am Dienstag ein kleines Best-of an Koordinationsübungen. Während die Füchse Berlin gerade zusammen mit einigen Jugendmannschaften im Trainingslager in Naumburg schwitzen, weilt einer ihrer Teamkollegen noch in der spanischen Sonne.

Ziel ist der Einzug ins Halbfinale

Tim Matthes macht dort aber keineswegs Urlaub. Der Linksaußen des Berliner Handball-Bundesligisten gehört zum Kader der deutschen U21-Auswahl, die zurzeit in Spanien um den Weltmeistertitel spielt. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger hat die Vorrunde jüngst als Tabellenzweiter hinter Dänemark beendet – und musste sich nur dem Gruppensieger geschlagen geben. Im Achtelfinale warten an diesem Mittwoch (18.45 Uhr, live bei Eurosport) nun die Portugiesen. „Portugal ist ein unangenehmer Gegner“, sagte Heuberger. „Unser Ziel ist aber der Einzug in das Viertelfinale, und dafür müssen wir auch diese Aufgabe lösen.“

Ein Sieg gegen die Portugiesen ist auch deswegen Pflicht, weil die deutsche U21 als oberstes Ziel das Halbfinale ausgegeben hat. „Ich bin auch davon überzeugt, dass wir das erreichen können. Was danach passiert, werden wir dann sehen“, sagte Jungfuchs Matthes (20) im Interview mit dem Online-Portal „handball-world“. Im Falle eines Sieges gegen Portugal würde schon einen Tag später, am Donnerstag das Viertelfinale (21 Uhr) anstehen. Dort wartet dann entweder Slowenien oder Korea.

Bundestrainer Heuberger feiert Comeback nach fünf Jahren

Bundestrainer Heuberger ist es nach fünf Jahren Handball-Abstinenz gelungen, eine schlagkräftige Truppe zu formen, die am Ende sogar um den Titel spielen könnte. „Die Mannschaft hat unser vollstes Vertrauen und das auch mit ihren guten Leistungen gerechtfertigt“, sagte Heuberger. Der 55-Jährige hatte 2011 die Nachfolge von Bundestrainer-Legende Heiner Brand angetreten und war nach verpasster Olympia-, EM- und WM-Qualifikation wieder abgesetzt worden. Auch deshalb kam für ihn das Angebot im Dezember, Nachwuchscoach der U21 zu werden überraschend. Das erste halbe Jahr hat Rückkehrer Heuberger aber schon „Riesenspaß“ bereitet. Eine weiterhin erfolgreiche WM würde den wohl nur steigern.