DFB-Pokal

Pokalfinale im Olympiastadion wird genderneutral gestaltet

Unisex-Toiletten und veränderte Sicherheitskontrollen: Das DFB-Pokalfinale in Berlin wird geschlechterneutral.

Am Sonnabend stehen sich im Endspiel um den DFB-Pokal Bayern München und RB Leipzig im Olympiastadion gegenüber.

Am Sonnabend stehen sich im Endspiel um den DFB-Pokal Bayern München und RB Leipzig im Olympiastadion gegenüber.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Das Berliner Olympiastadion wird beim Finale des DFB-Pokals am Sonnabend (20 Uhr, ARD) erstmals genderneutral gestaltet. Das bestätigte am Freitag ein Pressesprecher des Olympiastadions gegenüber der Berliner Morgenpost. Zuerst hatte die „ARD-Radio-Recherche Sport“ darüber berichtet.

Besucher können demnach beim Einlass zum Duell zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig entscheiden, ob sie von einer Frau oder einem Mann kontrolliert werden möchten. Außerdem werden Unisex-Toiletten bereitgestellt, die alle Besucher des Pokalfinales unabhängig von ihrem Geschlecht benutzen können.

Laut Bericht handelt es sich weltweit um das erste große Sportevent, bei dem auf geschlechtsneutrale Regeln gesetzt wird. Weiter heißt es, der Anstoß für das Projekt komme von der Vereinigung europäischer schwul-lesbischer Fußball-Fanorganisationen. Deren Sprecher Sven Kistner sagte „ARD-Radio-Recherche Sport“: „Es war uns von Anfang an wichtig, dass die Toiletten von allen Personen genutzt werden und nicht nur von den Transgender-Leuten. Dass die dann auch gekennzeichnet werden mit dem Piktogramm: ‘Für Gender Neutral.’“

Künftig sollen alle Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft genderneutral gestaltet werden. Auch bei Hertha BSC denke man über genderneutrale Einlasskontrollen und Unisex-Toiletten nach.