Volleyball

Italienische Teams dominieren die Super Finals

Endspiele in Berlin: Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gewinnen Mannschaften aus Italien die Champions League.

Stefania Sansonna (M.) aus Novara freut sich mit ihren Kolleginnen.

Stefania Sansonna (M.) aus Novara freut sich mit ihren Kolleginnen.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Tausende Leuchtstäbe tauchten die Max-Schmeling-Halle in ein Lichtermeer. Rot, blau, weiß, überall glimmerte und flackerte es. Die Szenerie erinnerte mehr an ein Popkonzert als ein Volleyballspiel – an den European Song Contest, wo man solche Spezialeffekte seit Jahren gewohnt ist. Das passte: Genau wie in Tel Aviv wurden am Sonnabend auch in Berlin die Besten des Kontinents ermittelt. Bei den Super Finals wurden zum ersten Mal die Champions-League-Sieger der Männer und Frauen an einem gemeinsamen Ort ausgespielt.

Berliner Schmeling-Halle bietet eine tolle Kulisse

Das Experiment ist geglückt. Die Max-Schmeling-Halle war mit über 9000 Zuschauern ausverkauft, womit die Arena ihrem Ruf als Volleyball-Tempel erneut alle Ehre machte. Alexander Butko, der Kapitän von Zenit Kazan, war jedenfalls schwer beeindruckt. „Die Super Finals in Berlin sind die Krönung der Saison“, hatte er schon vor dem Finale gegen den italienischen Vertreter Cucine Lube Civitanova gesagt. Aus sportlicher Sicht blieb diese den Russen allerdings verwehrt.

Civitanova gewann das Spiel mit 3:1 (16:25, 25:15, 25:12, 25:19) und vollendete damit seine perfekte Saison. Die Italiener marschierten ohne eine einzige Niederlage zum Titel, nachdem man im Vorjahr im Endspiel noch knapp gegen Kazan unterlegen war. Dagegen ging Zenit nach zuvor vier Titeln in Folge erstmals wieder leer aus.

Novara revanchiert sich auf internationaler Ebene

Bei den Frauen sicherte sich Igor Gorgonzola Novara den Titel. In einem rein italienischen Endspiel setzte sich das Team ebenfalls mit 3:1 (25:18, 25:17, 14:25, 25:22) gegen Imoco Volley Conegliano durch. In der heimischen Liga hatte zuletzt Conegliano dominiert, doch in Berlin drehte Novara den Spieß um und gewann erstmals die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsvolleyball.

Nachdem Novara die ersten beiden Sätze deutlich für sich entschied, konnte Conegliano zwar verkürzen und lag auch im vierten Satz lange in Führung. Doch schließlich hatte Novara das bessere Ende für sich. Zwei Champions aus Italien also. Oder wie es beim European Song Contest heißen würde: Italien – zwölf Punkte.