STADION-DEBATTE

Viel Gegenwind für Herthas Neubau-Pläne

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Eine Simulation, wie eine Hertha-Arena (r.) im Olympiapark aussehen könnte

Eine Simulation, wie eine Hertha-Arena (r.) im Olympiapark aussehen könnte

Foto: BM

SPD und CDU positionieren sich gegen eine neue Fußball-Arena, die Hertha bis 2025 im Olympiapark bauen würde

Berlin.  „Hertha-Stadion ohne öffentliche Diskussion? Nicht mit uns“ – so lautet der Titel zu einer Veranstaltung, zu der Andreas Statzkowski (62), CDU-Abgeordneter und Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes, Anwohner und Betroffene heute in die Charles-Dickens-Schule geladen hat (19 Uhr).

Die Schlagrichtung, in die es gehen soll, ist eindeutig. In der Einladung heißt es: „Innerstädtische Grünflächen sowie Wohnungen für ein Bauprojekt, welches lediglich den wirtschaftlichen Interessen eines Bundesliga-Vereins folgt, einer nachhaltigen und auf mehr Wohnraum abzielenden Politik zu opfern, ist mit ­Sicherheit der falsche Weg.“

Bis Mitte des Jahres soll eine Entscheidung fallen

Bis Mitte dieses Jahres braucht es eine Entscheidung – aber Hertha BSC hat derzeit nicht viele Unterstützer bei seinem Vorhaben, ab 2025 in einer Fußball-Arena im Olympiapark zu spielen. Argumente, dass der Klub den Bau komplett privat finanzieren will und ein neues Stadion essenziell für eine positive Entwicklung sei, dringen nicht durch.

Stattdessen will die regierende SPD Hertha auch über 2025 ans Olympiastadion binden. Der Verbleib bleibe „für uns erste Option“, steht in einem Antrag für den SPD-Landesparteitag am 30. März. Eine Kommission des Landesvorstands hat die Annahme des Antrags des Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf einstimmig empfohlen. Das berichtet der „Tagesspiegel“.

SPD ignoriert das Anliegen von Hertha

Die SPD ignoriert damit das ausdrückliche Anliegen von Hertha, warum der Klub das 1936 zu den Olympischen Spielen erreichte Stadion mit seiner 75.000-Sitze-Kapazität verlassen will.

Einen Neubau kann sich die SPD nur unter strengen Auflagen vorstellen. Hertha müsse garantieren, dass für die Mieter der 24 Wohnungen in der Sportforumstraße, die einer Arena im Wege stehen, eine „angemessene Regelung“ gefunden wird. Die Mieten in Ersatzwohnungen müssen für die Betroffenen gleich bleiben. Bei den Baukosten müsse der Klub einen „Risikopuffer“ von 30 Prozent der Baukosten garantieren.

Eine überzeugende Kommunikation würde helfen

Der Bundesligist braucht jetzt eigentlich eine sehr überzeugende Kommunikation. Nach Morgenpost-Informationen wird jedoch kein Hertha-Offizieller bei der Anwohnerversammlung auftreten.