Handball

Petkovic fordert: Füchse sollen endlich auswärts siegen

Berlins Bundesliga-Handballer konnten in der Rückrunde auf fremdem Platz noch nicht punkten. Das soll sich jetzt ändern.

Zwei Punkte in Melsungen sind das Ziel von Füchse-Trainer Velimir Petkovic.

Zwei Punkte in Melsungen sind das Ziel von Füchse-Trainer Velimir Petkovic.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Sie spüren es bei den Füchsen Berlin schon seit einigen Wochen. Dass sich da jemand anschleicht, und dem Berliner Handball-Bundesligisten den fünften Platz in der Tabelle streitig machen will. Bis auf zwei Punkte hat sich die MT Melsungen an das Team von Trainer Velimir Petkovic herangekämpft. An diesem Donnerstag könnte auch der kleine Vorsprung aus Berliner Sicht passé sein. Denn es kommt zum direkten Duell (19 Uhr, Sky).

2019 stehen bisher zwei Auswärtsniederlagen

„Das wird ein wichtiges Spiel für uns“, weiß Coach Petkovic. Nicht nur, weil die Füchse ihren fünften Tabellenrang unbedingt verteidigen wollen. Es geht auch um die ersten Rückrunden-Punkte außerhalb des heimischen Fuchsbaus. Bislang setzte es auswärts in der Bundesliga nur zwei Niederlagen (30:34 gegen Lemgo und 25:26 gegen Hannover). „Es wird jetzt Zeit, dass wir auswärts was zeigen und Punkte holen“, fordert Petkovic. „Nur zu Hause zu gewinnen, ist keine Charakteristik von einer guten Mannschaft. Aber das wollen wir sein.“

Spielfreie Zeit für hartes Training genutzt

Dafür haben die Füchse in der vergangenen, spielfreien Woche intensiv trainiert. Ein Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft hatte Petkovic und seinem Team etwas Zeit verschafft, um für einige Probleme, die sich ins Spiel der Berliner geschlichen hatten, Lösungen zu finden. „Wir haben diese Pause genutzt, haben mit den Jungs, die da waren, richtig hart gearbeitet“, sagt der Trainer. „Daraus können wir viel Positives mitnehmen.“

In dreieinhalb Jahre steht das Pokal-Final-Four an

Und nicht nur daraus: Im EHF-Pokal hat der Titelverteidiger bereits gezeigt, dass er auch auf fremdem Platz erfolgreich sein kann. Bei Balatonfüredi (29:24) und in Logrono (34:29) holten sich die Berliner im Februar wichtige Punkte im Kampf um das Viertelfinale. Und kämpft nun ebenfalls in der Ferne um den Gruppensieg (in St. Raphael am 23. März).

Ein Bundesliga-Sieg gegen den direkten Verfolger aus Melsungen würde das Selbstbewusstsein der Berliner für diese und andere bevorstehende Aufgaben wohl erheblich stärken. Schließlich wartet in gut dreieinhalb Wochen im DHB-Pokal-Final-Four auch noch der THW Kiel (6. April, 18.30 Uhr in Hamburg). Ebenfalls auf fremdem Terrain.