Basketball

Albas Walton will jetzt endlich zur Verstärkung werden

Am Sonnabend gegen Frankfurt soll der Amerikaner den Berlinern helfen. Drei Tage später im Eurocup kann er nämlich nur zuschauen.

Derrick Walton jr. (l.) hat die Länderspielpause genutzt, um sich in Albas Team zu integrieren.

Derrick Walton jr. (l.) hat die Länderspielpause genutzt, um sich in Albas Team zu integrieren.

Foto: Jan Huebner/Voigt / imago/Jan Huebner

Berlin.  Knapp zwei Wochen ist es her, dass Alba das Pokalfinale in Bamberg in allerletzter Sekunde mit 82:83 verlor. Viel Zeit, den Frust gemeinsam abzubauen, blieb Berlins Basketballteam jedoch nicht.

Niels Giffey, Joshiko Saibou, Johannes Thiemann und Jonas Mattisseck waren gleich zur deutschen, Rokas Giedraitis zur litauischen und Martin Hermannsson zur isländischen Nationalmannschaft weiter gezogen.

Erst vor zwei Wochen kam der US-Profi nach Berlin

Mit der anderen Hälfte verbrachten Coach Aito Reneses und sein Trainerstab viel Zeit, um Derrick Walton jr. in die Mannschaft zu integrieren. Der 23 Jahre alte US-Spielmacher war vier Tage vor dem Pokalfinale als Ersatz für den verletzten Stefan Peno aus Kaunas verpflichtet worden.

Bei seinem Kurzeinsatz in Bamberg war aber noch offen geblieben, inwieweit er zu einer Verstärkung werden kann. Das wird im Bundesligaspiel am Sonnabend in Frankfurt (18 Uhr, Magentasport) anders sein, ist sich Peyton Siva sicher.

Der 23-Jährige soll mit seinen gefährlichen Würfen glänzen

„Derrick wird uns helfen, er ist als Werfer gefährlich, aber auch mit seinem Zug zum Korb und ein wirklich guter Passer“, sagt Albas erster Spielmacher. Auch Luke Sikma findet, dass „sein Talent nicht zu übersehen“ sei, und schließlich habe er bereits für Miami in der NBA und für Zalgiris in der Euroleague gespielt.

Mit Waltons Integration gehe es gut voran, sagt Albas Leitwolf, „aber natürlich ist vieles, was bei uns längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, für ihn neu“.

Am Dienstag gegen Malaga muss das Team ohne ihn auskommen

Für Walton selbst ist das Hereinwachsen in Albas Team „ein Akt der Balance“, wie er freundlich und bescheiden erklärt: „Ich muss mich auf meine Stärken besinnen und auch lernen, womit ich dem Team am besten helfen kann“. Aber über allem stehe: „Ich bin einer, der immer gewinnen will“.

Was er allerdings nur in der Bundesliga beweisen können wird. Im Eurocup ist Walton jr. nicht spielberechtigt. Im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie des Viertelfinales gegen Malaga am Dienstag (19 Uhr, Schmeling-Halle) müssen die Berliner ohne ihren neuen Spielmacher auskommen.