Verfolger-Duell

Ribéry erlöst den FC Bayern gegen Leipzig

Dank eines späten Treffers des Franzosen gewinnen die Münchner 1:0 und verkürzen den Rückstand auf Dortmund auf sechs Punkte.

Mann des Tages: Franck Ribéry traf spät zum Siegtreffer für den Rekordmeister.

Mann des Tages: Franck Ribéry traf spät zum Siegtreffer für den Rekordmeister.

Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts/Getty Images

München.  Der FC Bayern hat den Patzer von Herbstmeister Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga dank eines späten Tores von Franck Ribéry genutzt. Der für den verletzten Serge Gnabry eingewechselte Franzose sorgte im letzten Heimspiel des Jahres gegen RB Leipzig für das verdiente 1:0 (0:0) vor 75.000 Zuschauern. Mit einem Ribéry, der in der 83. Minute für den emotionalen Höhepunkt sorgte.

Leipzigs Stefan Ilsanker flog in der Nachspielzeit mit Rot nach einem bösen Foul an Thiago noch vom Platz, der Münchner Renato Sanches musste im Anschluss wegen einer Tätlichkeit ebenfalls runter. Am Tag nach dem 1:2 des BVB bei Fortuna Düsseldorf konnten die Bayern den Rückstand auf die Dortmunder auf sechs Punkte verkürzen. „Jetzt sind wir wieder da“, frohlockte Thomas Müller: „Wir wussten, was heute auf dem Spiel steht. Man hat dem Spiel die Wichtigkeit angemerkt, wir wollten nicht so viel Risiko gehen, aber wir hatten ganz klar die besten Torchancen, deshalb war es ein verdienter Sieg.“

Die erste Topmöglichkeit hatten die Bayern. Frei gespielt von Gnabry tauchte Robert Lewandowski vor RB-Keeper Peter Gulacsi auf, doch dieser lenkte den Schuss des Polen an den Pfosten (24.). Bitter für Bayern: Wenig später griff sich Gnabry nach einem Sprint an die Leiste. Er musste raus, für ihn kam der gegen Hannover wegen Hüftproblemen geschonte Ribéry.

Auch Leipzig traf das Aluminium. Nach Eckball von Kevin Kampl köpfte Dayot Upamecano an die Latte (36.). Nach der Pause eröffnete RB-Angreifer Timo Werner mit einem Schuss über den Bayern-Kasten (48.) eine zweite Spielhälfte mit mehr Torszenen. Wiederholt gab es Spekulationen, dass der 22-jährige Werner ein Bayern-Kandidat sei. „Wenn man bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es ja nur ein Verein, zu dem man wechseln kann“, so Werner. Konkreter sieht es wohl bei einem gleichaltrigen Außenverteidiger von Atlético Madrid aus. Laut der spanischen Sportzeitung „Marca“ könnte der französische Weltmeister Lucas Hernández in der Winterpause zu den Münchnern wechseln – für 80 Millionen Euro.