Wintersport

Berlinerin Jamanka feiert im Bob ersten Weltcuperfolg

Skirennfahrer Stefan Luitz droht Aberkennung seines Erfolges vom vergangenen Wochenende.

Mariama Jamanka fährt im Zweierbob beim Weltcup in Sigulda allen davon.

Mariama Jamanka fährt im Zweierbob beim Weltcup in Sigulda allen davon.

Foto: imago sportfotodienst / imago/Eibner Europa

Berlin.  Für Bob-Pilotin Mariama Jamanka war er eine Premiere, für Biathlet Benedikt Doll eine Enttäuschung. Und für Skirennfahrer Stefan Luitz hielt der Wintersport-Freitag schlechte Nachrichten bereit.

Bob: Mariama Jamanka strahlte. Es war zwar nicht der größte Erfolg ihrer Karriere, aber es war ihr erster Weltcupsieg, den die 28 Jahre alte Bob-Pilotin am Freitag in Sigulda (Lettland) feierte. Knapp zehn Monate nach ihrem sensationellen Olympiatriumph verwies die Berlinerin mit Anschieberin Annika Drazek die Russin Nadeschda Sergejewa auf Rang zwei. „Wir freuen uns unheimlich, wir haben ja auch noch den Startrekord geholt, das ist einfach geil“, sagte Jamanka. Anna Köhler und Lisa Gericke rundeten auf dem dritten Platz den erfolgreichen deutschen Weltcupstart ab.

Biathlon: Johannes Thingnes Bö ließ sich hinter der Ziellinie in den Schnee von Pokljuka (Slowenien) fallen. Der norwegische Biathlet hatte im Sprint über zehn Kilometer alles gegeben. Und am Ende trotz einer Strafrunde gewonnen. Dahinter reihten sich die fehlerfreien Antonin Guigonnat (Frankreich) und Alexander Loginow (Russland) ein. Bester Deutscher war Sprint-Weltmeister Benedikt Doll auf Rang fünf. Zufrieden war der 28-Jährige damit nicht. „Wenn man auf die Laufzeiten schaut, war es wohl okay. Ich denke aber, dass mehr möglich gewesen wäre“, sagte Doll.

Ski alpin: Für Stefan Luitz könnte sein Triumph vom vergangenen Sonntag ein Nachspiel haben. Dem 26-Jährigen droht die Disqualifikation für den Riesenslalom in Beaver Creek und damit der Verlust seines ersten Weltcupsieges. Der Skirennfahrer hatte zwischen den Durchgängen Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes Fis verstoßen. Die Fis bestätigte am Freitag eine Untersuchung, machte zu möglichen Konsequenzen aber keine Angaben.