Sportpolitik

LSB-Doppelspitze: „Wir können Olympia“

LSB-Präsident Thomas Härtel und -Direktor Friedhard Teuffel über eine neue Bewerbung, die Benachteiligung des Sport und Herthas Stadion

Thomas Härtel (l.) und Friedhard Teuffel auf dem Gelände des LSB vor dem Olympiastadion.

Thomas Härtel (l.) und Friedhard Teuffel auf dem Gelände des LSB vor dem Olympiastadion.

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin.  Präsident Thomas Härtel (67) und Direktor Friedhard Teuffel (44) sind die neue Doppelspitze des Landessportbundes Berlin (LSB), der mit 660.000 Mitgliedern in rund 2500 Vereinen die größte Interessensvertretung der Hauptstadt bildet. Ein Gespräch über fehlende Anerkennung, die notwendige Veränderung des Olympiaparks einschließlich Olympiastadion und die Frage, ob die Stadt einen Sportsenator braucht.

Berliner Morgenpost: Herr Härtel, Herr Teuffel, Sie beide sind erst seit Kurzem im Amt. Was wollen Sie anpacken? Gibt es sogar eine Vision?

Thomas Härtel: Wir wollen den Sport weiterentwickeln und eine starke Stimme des Berliner Sports sein. Eine wachsende Stadt bringt auch Probleme mit sich, weil wir für Bewegung Räume brauchen. Deshalb kämpfen wir darum, dass ausreichend gedeckte (Hallen, d.Red.) und ungedeckte Flächen (Plätze, d.Red.) zur Verfügung stehen. Wir hatten eine schwierige Phase zu überstehen wegen der belegten Sporthallen, in denen Geflüchtete untergebracht waren. Da hat der Sport seine Stärke gezeigt. Auch, indem er integrative Sport-Angebote macht.
Friedhard Teuffel: Einerseits gehen wir natürlich voran. Unser Selbstverständnis ist aber vor allem, mehr in der Mitte der Gesellschaft zu sein. Zu sehen, wie sich Gesellschaft weiterentwickelt und wie die Vereine. Was brauchen sie, wie können wir helfen? Wir sammeln neue Ideen und bündeln Maßnahmen, die allen helfen. Unsere Position ist mittendrin.

Naiv gefragt: Was genau macht der LSB überhaupt?

Härtel : Der LSB ist die Organisation der Sportfachverbände. Darin sind die Vereine und die Menschen mit all ihren Sorgen, Vorstellungen und Wünschen. Unsere Aufgabe ist es, deren Stimme zu sein, deutlich zu machen, dass hinter dem Sport Werte stehen, die wir mit unseren Angeboten in die Gesellschaft bringen wollen.
Teuffel: Wir sind als LSB so etwas wie Ermöglicher des Sports, indem wir beispielsweise in Verhandlungen mit verschiedenen Senatsverwaltungen darauf dringen, dass die Bedingungen da sind, um Sport zu treiben. Genügend Sportstätten, genügend Geld für Übungsleiter, die Vereine so entwickeln, dass sie weitermachen können. Dass der Sport gehört, wahrgenommen und einbezogen wird bei Entscheidungen, die diese Stadt betreffen, auch in der Gesundheit oder Stadtentwicklung.
Härtel: Wir ermöglichen ja überhaupt erst, dass Sport qualifiziert betrieben werden kann, denn wir bilden die Übungsleiter und Trainer aus. Thema Gesundheitssport, Thema Rehasport. Wir müssen vermehrt darauf achten, dass der Sport auch ressortübergreifend in den Blick genommen wird, bei Gesundheit, Soziales, Bewegung und Bildung in Kooperation mit Schulen.

Gesundheit, Bildung, Sozialverhalten lernen – bekommt der Sport genügend Anerkennung dafür? Kommt er nicht wie ein Bittsteller daher, während die Kultur fordert?

Härtel : Man muss schon feststellen, dass die Kultur einen höheren öffentlichen Stellenwert hat in Berlin als der Sport, allein, wenn man sich die finanziellen Rahmenbedingungen vor Augen hält. Es müsste ihm mehr Anerkennung zuteil werden. Uns ärgert das sehr. Man muss immer auch die Partizipation des Sports einfordern. So war es nicht selbstverständlich, dass die Bildungsverwaltung uns beteiligt hat an den Schulneubaumaßnahmen. Aber die 60 neuen Schulen, die da gebaut werden, sind durch die Hallen auch immer Sportstätten. Da muss also der Sport beteiligt werden. Auch beim Thema Stadtentwicklung muss er ganz anders wahrgenommen werden, denn er bewegt und schafft Begegnungen. Der Sport wird immer hintenangestellt. Das hat tatsächlich mit fehlender Anerkennung zu tun.
Teuffel: Viele von den Menschen, die in die wachsende Stadt Berlin kommen, wollen Sport treiben oder, dass ihre Kinder das tun. Dementsprechend muss der Sport mitwachsen. Er ist ein Instrument, um Gemeinschaft und sozialen Frieden zu schaffen. Aber wenn daraus ein Wettkampf um bestehende Flächen wird, dann haben wir keine Verbesserung des sozialen Friedens, sondern Streit.
Härtel: Wir haben nächste Woche einen Empfang der Ehrenamtlichen beim Regierenden Bürgermeister, das ist erst mal viel wert. Diese Wertschätzung muss im Alltag auch immer wieder deutlich werden.
Teuffel: Sport ist nicht nur Wettbewerb, sondern auch soziale Teilhabe. Wir haben eine gesellschaftliche Aufgabe. Ein Beispiel: Wir haben in den Herbstferien gemeinsam mit sechs Vereinen Schwimmkurse für Vierklässler organisiert, die es nicht geschafft haben, das Schwimmen in der dritten Klasse zu lernen, weil sie aus zum Teil sozial schwächsten Familien kamen. Die Kurse waren kostenlos. Wir haben es geschafft, mehreren hundert Kindern eine elementare Fähigkeit beizubringen, die noch wichtiger ist als Fahrradfahren. Wer nicht schwimmen kann, ist oft ausgeschlossen zum Beispiel bei Klassenfahrten. Das Element Wasser zu beherrschen, macht zudem auch etwas mit dem eigenen Selbstbewusstsein. Insofern haben alle etwas davon gehabt.

Was sind 2019 die wichtigsten sportpolitischen Entscheidungen?

Härtel : Die weitere Absicherung des Haushalts, wobei wir jetzt endlich eine Fördervereinbarung Zukunftssicherung Sport haben. Das ist eine gute Grundlage. Wir wollen aber Vereine und Übungsleiter weiter stärken. Und wir haben natürlich Veranstaltungen, etwa die deutschen Finals am 3. und 4. August in zehn verschiedenen Sportarten in Berlin. Das ist auch eine große Chance für den Berliner Sport. Parallel dazu werden wir das Familiensportfest an zwei Tagen organisieren, das wird eine große Herausforderung im Olympiapark. Wichtige Weichenstellungen gibt es aber auch anderswo: Wie geht es weiter mit dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark? Das muss entschieden werden. Wir begrüßen die Absicht, dort einen inklusiven Sportpark zu errichten. Das muss aber zügig umgesetzt werden, zumal 2023 die Special Olympics in Berlin sind mit ihren Weltspielen. Auch, was im Olympiapark geschieht, muss entschieden werden. Wir haben ein vollkommen funktionsfähiges Olympiastadion. Wir sind froh, dass entschieden worden ist, es auch für die Leichtathletik zu erhalten. Es ist ein Markenzeichen der Sportmetropole Berlin. Dann müssen wir sehen, wie die Interessen von Hertha BSC berücksichtigt werden, wenn sie sich entscheiden, ein neues Stadion zu bauen.

Wie stehen Sie dazu?

Härtel : Ich bin da als Hertha-Mitglied hin- und hergerissen. Eineseits fühle ich mich im Olympiastadion wohl. Andererseits muss man auch anerkennen, dass ein Verein schaut, wie er seine Voraussetzungen für sich verbessern könnte. Deshalb gibt es die Gespräche über das Stadion neben dem Olympiastadion. Es wird eine große Herausforderung, eine vernünftige Lösung zu finden in beiderseitigem Interesse. Ich bin der Meinung, dass man im Olympiastadion alle Voraussetzungen schaffen kann, dass auch Hertha dort spielen kann. Vielleicht muss man darüber nachdenken, wie man eine andere Atmosphäre schaffen kann. Eine richtige Fußballarena macht schon einen anderen Eindruck. Es ist eine andere Art, beim Fußball dabei zu sein. Das verstehe ich auch als Herthaner. Ein totaler Umbau kommt nicht in Frage, das kostet viel zu viel Geld. Von einem Neubau bin ich auch nicht richtig begeistert. Aber ich sage, wenn der Verein es will, weil er meint, das sei für ihn wirtschaftlicher als zur Miete im Olympiastadion zu bleiben, und es auch finanzieren kann, dann wollen wir dem nicht im Wege stehen. Dass Fußball auch dort funktionieren kann, sieht man Jahr für Jahr beim Pokalfinale: Da hat sich noch keiner über die Atmosphäre beschwert.

Was wird denn aus dem Olympiapark?

Härtel : Der Olympiapark ist fantastisch geeignet, in Berlin eine wunderbare Fläche für unterschiedliche Sportarten zu bieten. Man muss ihn unter dem Aspekt von Nutzerinnen und Nutzern entwickeln. Da kommt das Problem mit der Denkmalspflege, die uns da teilweise im Wege steht. Ich will ja auch nicht, dass alles plattgemacht wird, der Charakter des Parks muss erhalten bleiben. Ich nenne aber mal ein Beispiel: Das Reiterstadion braucht kein Mensch. Es ist auch nicht denkbar, dass dort internationale Wettbewerbe stattfinden. Eine solche Fläche wäre doch geeigneter, wenn man sie für verschiedene Sportarten entwickelt und gestaltet, als sie für den Reitsport zu erhalten. Oder das Schwimmbad. Allein die Tribünen wieder herzurichten, kostet knapp 30 Millionen Euro. Aber die braucht man nicht, kein internationaler Schwimmwettkampf wird dort mehr stattfinden. Es genügt den Kriterien nicht. Da muss man doch fragen: Was machen wir eigentlich? Vielleicht sagt jetzt der Denkmalpfleger: Ist der LSB verrückt? Aber kann man nicht Teile unter Glas sichtbar machen, dass man weiß, hier gab es eine Tribüne? Und den anderen Teil abreißen? Eine Nutzung darf nicht verhindert werden, sie muss möglich gemacht werden. Da erwarten wir einen klaren Diskurs mit der Denkmalpflege. Nicht nur: Wir wollen alles erhalten. Der Olympiapark muss vernünftig genutzt werden, das ist die zentrale Aussage. Da liegt eine Ressource für den Sport. Aber man diskutiert schon zehn, fünfzehn Jahre darüber. Es gibt ja noch nicht mal ein einheitliches Besucherkonzept. Auch das ist schade.
Teuffel: Beim Familiensportfest kann man sehen, was man aus dem Olympiapark alles machen kann. Da kommen 80.000 Leute hin, das sind Festspiele des Breitensports, des Kennenlernens, des Erlebens von Sport. Wenn wir im nächsten Jahr noch die deutschen Finals dort haben, kann man sehen, was dieses Gelände Traumhaftes zu bieten hat und entfalten kann. Diese ganze Welt des Sports auf kompakter Fläche wird ein großes Ereignis.

Inwiefern ist es für Berlin und die Sportinteressen der Stadt von Nutzen, dass mit Kaweh Niroomand seit Sonnabend ein Berliner Vizepräsident beim DOSB ist?

Härtel : Das ist von großem Nutzen. Wir haben ihn gewählt. Er ist eine gewichtige Stimme für den Berliner Sport. Er hat sich bei der Frage nach der Bewerbung für die Olympischen Spiele für Berlin einen Namen gemacht. Dazu steht er weiterhin, und wir sind diesbezüglich weiter im Kontakt. Wir werden sehr eng zusammenarbeiten. Wir sehen die Chance, die Sportmetropole Berlin noch sichtbarer zu machen.

Wie stehen Sie dazu, sich noch einmal mit Berlin für die Olympischen Spiele zu bewerben?

Härtel : Ich würde es begrüßen, wenn sich Deutschland einen Ruck gibt und sich bewirbt. Wenn, dann natürlich mit Berlin. Wir können Olympia – mit allen Möglichkeiten, die wir haben. Aber es muss ein vernünftiger Prozess sein, der auch auf Nachhaltigkeit setzt. Die Bürger müssen beteiligt werden, und es muss deutlich gemacht werden, dass die Spiele auch nachhaltig sein können für die Entwicklung der Stadt. Ich sehe darin eine große Chance für den Sport in Deutschland und Berlin. Aber dafür macht es keinen Sinn, dass sich in Deutschland unterschiedliche Städte in einem Wettbewerb verkämpfen.
Teuffel: Man müsste eine Olympiabewerbung vom Kopf auf die Füße stellen und sagen, dass der erste Schritt eine Schulturnhalle ist und nicht der letzte. Nur wenn man bereit ist, konsequent zu beantworten, was ein solches Großereignis im Kleinen bringt, gibt es die Chance, die Menschen mitzunehmen. Olympia ist nicht nur eine zweieinhalbwöchige Party, sondern auch ein Instrument, etwas viel Größeres zu entwickeln.

Wenn sich Deutschland also bewirbt, dann kann das aus Ihrer Sicht nur mit Berlin als Austragungsort sein?

Härtel : Ich bin davon überzeugt, dass es die Hauptstadt sein sollte, um international ein klares Zeichen zu setzen. Wir haben die Voraussetzungen. Aber dafür muss man werben. Beim DOSB gibt es Ängste, weil man dort denkt, in Berlin sei der Widerstand am größten, da wir eine engagierte Bevölkerung haben. Da muss man Überzeugungsarbeit leisten.

Der Sport erfüllt viele Aufgaben für die Gesellschaft. Aber während es in Berlin einen eigenen Kultursenator gibt, gehört der Sport zur Senatsverwaltung für Inneres. Bräuchte es einen eigenen Sportsenator?

Härtel : Ich will nicht den Eindruck erwecken, dass sich der Sportsenator nicht um den Sport kümmert. Aber vor dem Hintergrund, dass wir ressortübergreifend arbeiten wollen, wäre der Sport durchaus etwas, was aus der Senatskanzlei heraus gestaltet werden könnte. Vor allem, wenn man sich um Olympia bewirbt, macht es Sinn, wenn auch der Regierende Bürgermeister ein Zeichen setzt: Wir stehen dahinter.
Teuffel: Im Grunde kann jeder Senator und jede Senatorin in Berlin auch Sportsenator oder -senatorin sein. Bildungssenatorin Sandra Scheeres fördert vieles, was mit Sport zu tun hat. Oder Gesundheitssenatorin Dilek Kolat. Sport und Gesundheit gehören zusammen. Wenn wir auf Bundesebene einen mutigen Minister hätten, würde er das Ministerium zu einem für Gesundheit und Bewegung umbauen. Ganz vieles, was durch Medikamente geheilt wird, kann schon durch Sport vermieden werden. In Deutschland wird der Sport unterhalb des Spitzensports oft von einem zum anderen geschoben, anstatt zu schauen: Wo kann ich denn in meinem Haus etwas bewegen?

In den letzten Monaten gab es Meldungen über Missbrauchsfälle in Sportverbänden und Vereinen. Sie als LSB sind ja auch für die Übungsleiterausbildung zuständig. Was tun Sie dafür, dass Missbrauch innerhalb des LSB nicht vorkommt?

Teuffel : Dazu gibt es bei uns einen runden Tisch und ein Netzwerk. Wer bei uns Trainer wird, muss ein polizeiliches Führungszeugnis abgeben. Aber das ist nur die Basis. Darauf müssen weitere Steine gesetzt werden. Wir schaffen ein Bewusstsein, in allen Verbänden immer wieder genau hinzugucken. Wir haben eine hauptamtliche Kinderschutzbeauftragte angegliedert an unsere Jugendorganisation Sportjugend, die immer ansprechbar ist. Wir wollen dieses Thema so breit wie möglich verankern. Es darf nirgendwo ein Auge zugedrückt werden.
Härtel: Die Sportjugend hat klare Leitlinien gegen Missbrauch und für den Umgang mit möglichen Fällen. Wir als LSB haben uns die Aufgabe gestellt, Leitlinien zu diesem Thema zu erarbeiten, die für den Sport in Gänze gelten, auch für den Behindertensport. Wir wollen jedem Versuch des Missbrauchs entgegenwirken. Das soll eine zentrale Rolle spielen.
Teuffel: Je transparenter und professioneller die Strukturen in den Vereinen sind, desto schwerer ist es, einen Missbrauch zu vertuschen. Daran müssen wir immer wieder arbeiten. Ein Teil unserer Dienstleistung ist es, die Vereine darin zu unterstützen.

Warum ist es klug von den Profivereinen in Berlin, in die Schulen und in die Kitas zu gehen – was mit Henning Harnisch bei Alba bekannt wurde und inzwischen auch andere Vereine machen?

Teuffel : Was Henning Harnisch macht, schätzen wir sehr. Es ist ein toller Beitrag für die Stadt. Er macht das nicht nur für seinen Verein und seinen Sport, sondern für alle. Er hat ein soziales Bewusstsein, setzt zum Beispiel in der Gropiusstadt einen Schwerpunkt. Wir ergänzen uns da wunderbar. Auch der LSB geht mit seinen Vereinen in die Kitas und Schulen und versucht, den Kindern zu ermöglichen, eine lebenslange Sportbiografie aufzubauen.
Härtel: Wir haben 180 Sportvereine im LSB, die an 300 Schulen Kooperationsverträge haben. Wir wollen da Akzente setzen, denn Bildung braucht Bewegung. Nur wird das bei den Profivereinen vielleicht in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen. Es ist ein Strauß von Aktivitäten, die wir in Ergänzung mit den Profivereinen anbieten, um junge Menschen zur Bewegung zu animieren.

Bei Alba geht es allerdings so weit, dass nicht genug Platz für alle Interessierten ist. Aber auch bei den kleineren Vereinen heißt es dann: Auch wir können keinen mehr aufnehmen, weil wir keine Hallenzeiten haben.

Härtel : Und da sind wir wieder beim Thema Infrastruktur. Wenn Schulbau auch als Sportstättenbau betrachtet wird, dann werden wir in den nächsten Jahren bis zu 350 Hallenteile dazubekommen. An bestimmten Orten kann eine Halle mal zwei- oder dreigeteilt werden. Deshalb spricht man von Hallenteilen. Das müssen wir jetzt erreichen. Diese Chance, genau an dieser Stelle zu wirken, müssen wir ergreifen.
Teuffel: Aber da werden auch viele Kämpfe ausgetragen. Die Stadt wird durch Zuzug und Wohnungsbau immer enger, aber dann heißt es: Baut eure Sporthalle doch auf dem Fußballplatz! Doch damit ist niemandem geholfen. Wenn immer alles enger wird und kein Platz mehr ist für Sportstätten, dann ist die Stadt auch irgendwann nicht mehr lebenswert.
Härtel: Wir wollen sie lebenswert gestalten – mit Sport. Und für uns ist eine zentrale Aufgabe 2019 die Partizipation. Bei städtebaulichen Maßnahmen fordern wir ein: Hier ist der Sport und ihr habt uns zu beteiligen!

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