Bundesliga

Gladbachs Ginter in Klinik – Last-Minute-Punkt für Werder

Mönchengladbach unterstreicht beim 4:1 gegen Hannover eindrucksvoll seine Klasse. Werder Bremen benötigt derweil ein Last-Minute-Tor

Gladbachs Matthias Ginter wird verletzt vom Platz getragen

Gladbachs Matthias Ginter wird verletzt vom Platz getragen

Foto: Marius Becker / dpa

Mönchengladbach/Freiburg.  Trotz des schnellsten Tores der laufenden Bundesliga-Saison hat Hannover 96 das schwere Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach erwartet klar verloren. Der stark ersatzgeschwächte Abstiegskandidat unterlag dem Tabellenzweiten am Sonntagabend mit 1:4 (1:2) und steht jetzt nur noch aufgrund des Torverhältnisses weiter auf dem Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga. Bobby Wood brachte die seit 19 Auswärtsspielen sieglosen Niedersachsen zwar schon nach 22 Sekunden in Führung. Doch danach trafen der überragende Thorgan Hazard (7.), Michael Lang (44.), Lars Stindl (58.) und Denis Zakaria (76.) vor 48.692 Zuschauern für die Borussia.

Man habe gesehen, „wie stark die Gladbacher momentan sind“, sagte Hannovers Trainer André Breitenreiter. „Letztendlich - und das verfolgt uns schon in vielen Auswärtsspielen - machen wir einfach viel zu einfache Fehler. Wir wollen jetzt unser nächstes Heimspiel gegen Hertha gewinnen und hoffen, dass der eine oder andere Spieler uns dann wieder zur Verfügung stehen wird.“

Gladbachs Dieter Hecking konnte dagegen auf seine zuletzt erfolgreiche Elf bauen, die vor allem vor eigenem Publikum in dieser Saison glänzende Auftritte hat. „Wir wollen wirklich hervorragenden Fußball spielen. Das gelingt. Wir sehen, dass die Bundesliga viele gute Mannschaften hat. Das macht die Bundesliga spannend. Wir sind dabei“, sagte Hecking nach dem Spiel.

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Nationalspieler Matthias Ginter. Der 24 Jahre alte Verteidiger musste nach einem heftigen Zusammenprall mit Hannovers Noah Joel Sarenren Bazee in Krankenhaus. „Wir hoffen, dass es nicht allzu schlimm ist“, sagte Hecking. Eine genaue Diagnose stand am Abend noch aus.

Augustinsson rettet Werder in Freiburg

Längst nicht mehr ganz oben dabei ist Werder Bremen, aber immerhin beendeten die Hanseaten am Sonntag ihre Negativserie. Beim SC Freiburg verhinderte Ludwig Augustinsson in den Schlussminuten die vierte Niederlage in Folge. Der schwedische Abwehrspieler rettete mit seinem Treffer in der Nachspielzeit ein 1:1 (0:1). Das Team von Trainer Florian Kohfeldt zeigte dabei allerdings eine über weite Strecken schwache Leistung und hatte viel Glück, weil die Gastgeber ihre Chancen zum Sieg nicht nutzten. U21-Nationalspieler Luca Waldschmidt (42. Minute) hatte die Freiburger per Hand-Elfmeter in Führung gebracht.

„Mit dem Ausgleich haben wir uns für einen sehr hohen Aufwand belohnt, auch wenn der Zeitpunkt glücklich war“, meinte Kohfeldt: „Die drei Niederlagen haben uns nicht verunsichert, aber sie haben uns ein bisschen die Leichtigkeit genommen. Deshalb war der Punkt sehr wichtig.“

In den kommenden Wochen vor der Winterpause kommt auf Werder nun ein extrem schwieriges Restprogramm zu. Zunächst empfängt der Tabellensiebte am kommenden Sonnabend Rekordmeister FC Bayern München im Weserstadion. Anschließend geht es im Dezember unter anderem auch noch zu Borussia Dortmund und RB Leipzig.