Bundesliga

Fortuna-Coach Funkel tobt über Handelfmeter und eigene Fans

Herthas nächster Gegner Fortuna Düsseldorf steckt nach 0:3 gegen Gladbach im Tabellenkeller fest. Trainer Funkel ist bedient

Foto: Marius Becker / dpa

Mönchengladbach.  Vier Tage nach der Pokalklatsche gegen Bayer Leverkusen (0:5) hat Borussia Mönchengladbach den zweiten Tabellenplatz in der Bundesliga zurückerobert. Beim 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf gelang den Gladbachern am Sonntag der achte Heimsieg in Serie.

Aufsteiger Düsseldorf, am Sonnabend Gegner von Hertha BSC, kassierte hingegen bereits die sechste Niederlage nacheinander, ist seit sieben Spielen ohne Sieg und steht punkt- und torgleich mit dem VfB Stuttgart am Tabellenende. Vor 54.022 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park erzielten Thorgan Hazard (48. Minute/Handelfmeter/82.) und Jonas Hofmann (67.) die Treffer für die Gastgeber.

Umstrittener Handelfmeter als Wendepunkt

Wendepunkt in der Partie war ein umstrittener Handelfmeter. Ein Schuss von Alassane Pléa aus einem Meter Entfernung landete am Unterarm von Düsseldorfs Abwehrchef Kaan Ayhan. Schiedsrichter Felix Brych zeigte sofort auf Strafstoß. Eine knifflige Entscheidung. Hazard verwandelte sicher.

„Für mich war es kein Elfmeter. Wo sollen die Spieler die Hände hinnehmen? Ich habe dafür kein Verständnis. Es ist leider so, dass bei uns immer gepfiffen wird und beim Gegner nicht“, ärgerte sich Fortunas Trainer Friedhelm Funkel. „Vor fünf, sechs Jahren wäre das nie gepfiffen worden. Das ist für mich eine unsägliche Regel“, so der 64-Jährige. Hofmann nutzte dann noch ein Zuspiel von Florian Neuhaus zum 2:0, Hazard traf in der Schlussphase mit seinem siebten Saisontreffer zum 3:0. Düsseldorf war bezwungen.

Für unschöne Szenen sorgten die Düsseldorfer Fans, die vor und während der Partie immer wieder bengalische Feuer abfackelten und mehrmals ermahnt werden mussten. „Das darf man einfach nicht machen. Das ist eine Unsäglichkeit. Das hat im Stadion nichts zu suchen“, schimpfte Funkel.