Sportlerwahl

Sportler des Jahres - Berlin sucht seine Champions 2018

Die Athleten aus der Hauptstadt erlebten ein großartiges Sportjahr 2018. Die Besten sollen nun gekürt werden.

Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka (r.) und ihre Anschieberin Lisa Buckwitz beim Empfang in Tegel nach der Rückkehr aus Südkorea, wo sie Gold gewannen.

Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka (r.) und ihre Anschieberin Lisa Buckwitz beim Empfang in Tegel nach der Rückkehr aus Südkorea, wo sie Gold gewannen.

Foto: Julian Stähle / ZB

Berlin.  Nicht einmal eine Minute fehlte, es sah fast schon so aus, als würde die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gegen jede Logik plötzlich Olympiasieger werden. Doch auch das Silber, das die Profis in Pyeongchang im Februar letztlich holten, war eine Sensation. Und ein Berliner ging dabei als Finaltorschütze in die Geschichte ein.

Natürlich gehört Jonas Müller, Verteidiger des EHC Eisbären, zu den Favoriten bei der Wahl der „Champions 2018 – Berlins Sportler des Jahres“. Müller steht aber nicht nur für sich selbst in der Kategorie Männer, sondern stellvertretend auch für seine EHC-Kollegen Frank Hördler und Marcel Noebels, die gemeinsam mit ihm Silber gewannen.

Ihr Erfolg war nur eine der vielen herausragenden Leistungen, welche die Berliner Sportler in diesem Jahr vollbracht haben. 49 Medaillen (15 Gold, 16 Silber, 18 Bronze) bei Welt- und Europameisterschaften wurden in den ersten neun Monaten 2018 gewonnen. Garniert mit den olympischen Meriten der Eishockeyspieler, von Anschieber Eric Franke im Silber-Viererbob sowie Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz, die als neu zusammengestelltes Bob-Duo überraschend Gold gewannen in Südkorea. Im paralympischen Sport gab es 15 Mal Edelmetall (5/2/8) zu feiern.

Die Wahl findet zum 40. Mal statt

Zehn Sportler und Sportlerinnen, Mannschaften sowie Trainer/Manager stehen wie in jedem Jahr in vier Kategorien zur Wahl. Mit der Freiheit eines jeden, seinen persönlichen Favoriten auf den Stimmzetteln zusätzlich zu benennen, sollte er noch nicht dabei sein. Den Siegern wird diesmal eine besondere Ehre zuteil, denn die Sportlerwahl feiert ihr 40. Jubiläum.

Die Auswahl dürfte schwierig werden. Maximilian Schachmann etwa erlebte einen großen Aufstieg bei den Radprofis, gewann eine Etappe des Giro d’Italia. Bahn-Kollege Theo Reinhardt wurde erstmals Weltmeister und EM-Zweiter im Madison. Bei den Frauen sammelte Bogenschützin Lisa Unruh drei WM-Titel ein. Wasserspringerin Maria Kurjo durfte über EM-Silber und zweimal EM-Bronze jubeln. Bei den Mannschaften wurden die BR Volleys erneut Deutscher Meister. Velimir Petkovic ist als Trainer für die Wahl nominiert, weil er die Füchse-Handballer zum Sieg im EHF-Pokal führte. Mark Milde als Renn-Direktor des Berlin-Marathons organisierte alles so, dass ein Weltrekord gelaufen werden konnte.

Den Teilnehmern der Publikumswahl winken attraktive Preise, der Hauptgewinn sind zwei Vip-Karten für die Handball-WM im Januar in der Mercedes-Benz Arena. Die Stimmen der Publikumswahl fließen zu 50 Prozent in das Ergebnis ein, die andere Hälfte der Bewertung erfolgt durch eine Expertenjury. Der Abstimmungszeitraum läuft bis zum 25. November, sowohl online (www.champions-berlin.de) oder per Wahlzettel aus dem Lottoladen können die Favoriten benannt werden. Die Auszeichnung der Champions 2018 erfolgt schließlich am 8. Dezember auf einer großen Gala im Estrel-Hotel (Tickets für 125 Euro erhältlich).