Basketball

Sivas Ausfall ist ein herber Rückschlag für Alba

| Lesedauer: 2 Minuten
Theo Breiding
Peyton Siva ist  einer der wichtigsten Spieler bei Alba. Wie lange der Spielmacher ausfallen wird, steht noch nicht genau fest.

Peyton Siva ist einer der wichtigsten Spieler bei Alba. Wie lange der Spielmacher ausfallen wird, steht noch nicht genau fest.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Spielmacher erleidet Rippenbruch samt Lungenverletzung. Jetzt muss Teenager Mattisseck mit nach Russland.

Berlin.  Die Freude über Albas hart erkämpften Sieg gegen die Riesen aus Ludwigsburg am Freitagabend (86:80) bekam noch in der Nacht einen dicken Dämpfer. Peyton Siva wird längere Zeit ausfallen. Albas Spielmacher musste in der 22. Minute vom Feld geführt werden und der Verdacht, dass er mehr als nur einen blauen Fleck abbekommen hatte, bestätigte sich wenig später im Krankenhaus: Eine Rippe ist gebrochen, auch die Lunge ist verletzt, wenn auch nur leicht. Ein herber Rückschlag, denn nur drei Tage zuvor hatte Albas Lenker im Eurocup gegen Gdynia mit 27 Punkten geglänzt.

Siva hatte in der ausgemacht physisch geführten Partie versucht, einen Korb von Malcolm Hill zu verhindern. Beide kollidierten in der Luft, das Knie des Ludwigsburgers traf ihn mit voller Wucht – ein Unfall, an dem Hill keinerlei Schuld traf. Vielmehr wurde gegen Siva sogar ein unsportliches Foul gepfiffen.

„Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Ich versuche, mich zu entspannen“, sagte der US-Amerikaner am Sonnabendmorgen, nachdem ihn – typisch Alba – bereits mehrere seiner Mitspieler im Krankenhaus besucht hatten. Dort, erzählte er, wolle man ihn noch mindestens einen weiteren Tag zur Beobachtung behalten.

Wiedersehen mit Sasa Obradovic

Als Siva sich verletzte, hatte sein Team gerade nach einem 16-Punkte-Rückstand (18:34/11.) eine 48:46-Führung erkämpft. Wohl jeder hätte verstanden, wäre Alba geschockt gewesen und die Partie erneut gekippt wäre. Dass es nicht dazu kam, lag auch an Jonas Mattisseck. Der ist 18 Jahre alt und bekommt seine Spielzeit in der Regel bei Kooperationspartner Lok Bernau in der dritten Liga. Der Youngster vertrat Siva dann aus dem Stand, als wäre es sein Tagesgeschäft, die bekanntermaßen rustikalen Ludwigsburger niederzuringen. „Ich war schon nervös“, erzählte der Linkshänder nach seinem ersten Einsatz für Alba in dieser Saison. „Aber ich habe mir gesagt, bleib’ ruhig und versuch’ einfach, es so gut wie möglich zu machen.“

Was mehr als gelang und ihm unerwartet eine Reise nach Russland eingebracht hat. Dort spielt Alba am Mittwoch (18 Uhr, Telekomsport) in Krasnodar, gegen Sasa Obradovic und Lok Kuban.