Eishockey

Eisbären mit zweitem Sieg in Folge

Mit dem neuen Torhüter und einem 2:1 n.V. in Augsburg machen die Berliner das verpatzte Auftakt-Wochenende wett

Eisbären-Stürmer Sean Backman (l.) verfolgt Patrick McNeill

Eisbären-Stürmer Sean Backman (l.) verfolgt Patrick McNeill

Foto: EIBNER/Heike_Feiner / imago/Eibner

Augsburg.  Zwei, die am Sonntagabend in Augsburg ganz schön ins Schwitzen kamen, waren die Türöffner an den Strafbänken. Unfreiwillig wurden sie zu Protagonisten des Spiels zwischen den Augsburger Panthern und dem EHC Eisbären, denn beide Teams aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatten ihre liebe Mühe damit, ihre Emotionen zu beherrschen. Reihenweise landeten Profis beider Teams auf den Strafbänken und machten das reine Spielerlebnis für die Zuschauer zu einem zweifelhaften Vergnügen. Immerhin nahmen die Berliner zwei Punkte mit nach Hause, so dass sie die ganze Aufregung später nicht lange beschäftigen musste. Mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) setzte sich der EHC in der Verlängerung durch.

Eine Erkenntnis, die Eisbären-Trainer Clément Jodoin ebenfalls mit nach Berlin nehmen konnte, war diejenige, dass der neue Torwart Kevin Poulin zuverlässig ist. „Unser Torwart hat einige starke Paraden abgeliefert und wir haben einen Weg gefunden, um zu gewinnen“, sagte der Coach. In seinem erst zweiten Einsatz für den EHC blieb der Kanadier, der am Mittwoch verpflichtet worden war, auch in der großen Hektik ruhig und sicherte seiner Mannschaft trotz vieler Unterzahlsituationen wieder Punkte. Nach den beiden Niederlagen am Auftakt-Wochenende konnten die Eisbären mit Poulin im Tor zwei Siege (Freitag gegen Bremerhaven 5:2) verbuchen und sich vom Tabellenende mit nun fünf Zählern in das Mittelfeld vorschieben.

Jodoin war mit der selben Mannschaft wie am Freitag, also fünf Ausfällen, angetreten und sah offensiv agierende Gastgeber. Schon im ersten Drittel mussten die Eisbären eine doppelte Unterzahl überstehen. Anschließend gingen sie durch ein etwas kurioses Tor von Micki DuPont in Führung (26.). Der Puck war kaum sichtbar hinter der Torlinie gewesen und wieder herausgerutscht. Erst der Videobeweis brachte Klarheit.

In der Folge blieb das Spiel an sich oft auf der Strecke. Viele Raufereien und unfaire Aktionen endeten auf der Strafbank. Erst im letzten Abschnitt besannen sich die Kontrahenten wieder mehr auf den Umgang mit dem Puck. Doch erneut in Unterzahl mussten die Berliner den Ausgleich durch Simon Sezemsky hinnehmen (45.). Chancen auf beiden Seiten brachten dann jedoch keine Entscheidung in den vorgesehenen 60 Minuten. Daher ging das Spiel in die Verlängerung. Hier gelang Zugang Colin Smith sein erstes Tor für die Berliner, das gleichzeitig den Sieg bedeutete (64.).

Am kommenden Wochenende treffen die Eisbären auf Iserlohn und Straubing.