Boxen

Zeuge und Culcay boxen sich in Potsdam zu K.o.-Siegen

Die Ex-Weltmeister Tyron Zeuge und Jack Culcay siegen jeweils vorzeitig. Einer der beiden Deutschen darf auf einen Titelkampf hoffen

Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge (26)

Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge (26)

Foto: Bernd Wende Sportfoto / picture alliance / Photowende

Potsdam.  Zwei Kämpfe, zwei vorzeitige Siege, eine Antwort. Die beiden Profibox-Ex-Weltmeister Jack Culcay und Tyron Zeuge haben sich am Sonnabend in Potsdam erfolgreich auf den Weg gemacht, das „Ex“ aus ihrer sportlichen Vita zu tilgen.

Sowohl der 26 Jahre alte Zeuge aus Berlin, als auch Culcay (32) hatten bei ihren ersten Auftritten nach vorangegangenen WM-Niederlagen von allen positiven Eigenschaften einen Tick mehr, von allen negativen einen Tick weniger als ihre Konkurrenten, was sich mit zunehmender Kampfzeit letztlich drastisch bemerkbar machte. Super-Mittelgewichtler Zeuge gewann nach 2:13 Minuten der achten Runde gegen den gebürtigen Senegalesen Cheik Chioum (26) durch technischen K.o. - Mittelgewichtler Culcay benötigte gegen Rafael Bejaran (36, Dominikanische Republik) knapp zwei Runden länger und siegte nach 1:25 Minuten in Durchgang zehn.

Culcay rückt auf Platz zwei der IBF-Rangliste vor

„Ich habe zehn Runden hart gekämpft. Er war ein würdiger Gegner und hat sich sehr gut bewegt. Es war ein super Kampf“, sagte Culcay, der von 2016 bis 2017 Weltmeister des Verbandes WBA in Mittelgewicht gewesen war.

Jack Culcay und Trainer Torsten Schmitz warten jetzt auf den 27. Oktober. Dann kämpfen der Amerikaner Daniel Jacobs (31) und der Ukrainer Sergej Derevyanchenko (32) um den noch vakanten Mittelgewichts-Titel der International Boxing Federation (IBF). Der Sieger rückt in ihren Fokus. Denn durch den Erfolg in Potsdam klettert Culcay, der momentan am höchsten einzustufende Athlet des Berliner Agon-Teams, auf Platz zwei der IBF-Rangliste vor.

Der Weg zurück zur neuen Titelchance ist für ihn vermutlich kürzer als der von Zeuge, der, gemeinsam mit seinem Coach Jürgen Brähmer, aber darüber nachdenkt, sich ebenfalls dem Agon-Boxstall anzuschließen. „Es wurde hinten raus immer besser. Für ihn war das ein guter Sieg. Ich glaube, er hat für sich ein bisschen Druck gespürt“, so Zeuges Trainer Brähmer.