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Viel heiße Luft um Herthas Bayernspiel

Vom Gesamtpersonalrat der Berliner Polizei war eine Verlegung von Herthas Bundesliga-Spiel gegen Bayern München (28. September) angeregt worden, weil durch den Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (27. bis 29. September) inklusive möglicher Protestmärsche durch den Einsatz von rund 5000 Beamten personelle Engpässe entstünden. Doch in der Behörde von Innensenator Andreas Geisel (SPD) wurde diese Idee sofort als abwegig abgetan. „Wir sehen keinen polizeilichen Notstand“, teilte ein Sprecher mit, „außerdem handelt die Polizei Berlin nicht allein, sondern bekommt Unterstützung aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei.“ Die Situation und der Bedarf an Einsatzkräften werde kontinuierlich bewertet.

Bei der Partie Hertha gegen Bayern handelt es sich nicht um ein Risikospiel. Da jedoch mit über 70.000 Zuschauern im Olympiastadion gerechnet wird (bislang sind erst 60.000 Tickets verkauft), kämen dort rund 300 Beamte zum Einsatz. Vor zwei Wochen war das Zweitligaspiel zwischen Dresden und Hamburg auf Drängen der sächsischen Polizei abgesagt worden.