Basketball

LeBron James zu Besuch in einer Neuköllner Schule

Der Sport verbinde alle Menschen, sagt der Superstar in Berlin, wo er auch bei Alba eine Trainingseinheit absolviert hat

LeBron James mit Boxerin Zeina Nassar in Berlin

LeBron James mit Boxerin Zeina Nassar in Berlin

Foto: Kevin Couliau / ©Kevin Couliau

Berlin.  Schulsportfeste sind in der Regel beliebt, weil man nicht still sitzen muss und keine Klassenarbeiten drohen. Die Schüler der Otto-Hahn-Schule erlebten an diesem Montag jedoch weit mehr. LeBron James, der beste Basketballspieler der Welt, stattete ihrer sportbetonten Schule in der Britzer Buschkrugallee einen Besuch ab.

Der 33-jährige US-Superstar ist auf einer Tour, die ihn bereits nach Schanghai und Paris führte und nach seinem Abschied aus Berlin gestern am späten Nachmittag in New York endete. Mehr als ein Athlet („More Than An Athlete“) zu sein, ist das Motto seiner Reise und auch sein Anspruch. Er will integrieren statt ausgrenzen. Auch seine jungen Zuhörer in Berlin ermunterte er, Sport zu treiben, weil der die Menschen miteinander verbindet. „Wir müssen Kindern das Gefühl geben, dass sie uns wichtig sind, dass wir uns um sie kümmern“, ist das Anliegen des 2,03 Meter großen Modellathleten. Er sei gekommen, um klarzumachen, dass der Slogan „More Than An Athlete“ gerade für sie gelte. „Ihr werdet euer ganzes Leben lang Menschen begegnen, die euch sagen, wer ihr seid und was ihr könnt“, sagt James, selbst ganz in weiß. Er habe sich nicht damit zufrieden gegeben. Sein Rat: „Lasst euch inspirieren und inspiriert andere.“

Bei Alba trifft er alte Bekannte: Trainer Aito und Kollege Siva

James besuchte auch den deutschen Vizemeister Alba Berlin in der Halle an der Schützenstraße, wo er eineinhalb Stunden trainierte. Er traf dort Alba-Spielmacher Peyton Siva, den er aus der NBA kennt, sowie Trainer Aito Reneses, der als spanischer Coach sein Finalgegner bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking war. Bereits Sonntag war der dreimalige NBA-Champion als Schirmherr des Basketballturniers im Funkhaus Nalepastraße aufgetreten. Das war in etwa so, als würde Justin Bieber mit einer Gitarre auf dem Schulhof einer Mädchenschule erscheinen. Nur, dass die gut 500 Fans, die ihn wie einen Popstar feierten, zumeist männlich und nicht wenige an die zwei Meter groß waren.

Neben den Fußball-Nationalspielern Jérome Boateng, Leroy Sané, Antonio Rüdiger oder Serge Gnabry war auch Deutschlands NBA-Star Dennis Schröder unter den Gästen. Für „King James“ ein Traumpass ohne Ball, wenn man so will: „Ich komme aus Ohio, Dennis aus Deutschland, aber wir spielen beide in der NBA. Der Sport bringt uns alle zusammen, egal auf welchem Level. Das ist das Besondere.“