Handball

Schwacher Angriff: Füchse verpatzen ihren Saisonstart

Die Füchse Berlin sind mit einer Niederlage in die neue Handball-Bundesliga-Saison gestartet.

Foto: imago/Eibner

Göppingen. Erst scheiterte Bjarki Elisson mit einem Siebenmeter, wenige Sekunden später fand auch Mattias Zachrisson in Primoz Prost seinen Meister. An der Seitenlinie schrie Trainer Velimir Petkovic seinen Ärger über die verpassten Chancen lautstark heraus. Die 53. Minute im Auftaktspiel der Handball-Bundesliga zwischen Frisch Auf Göppingen und den Füchsen Berlin war sinnbildlich für die ganze Partie: Was die Spieler des Hauptstadtklubs auch versuchten, entweder sie scheiterten an sich selbst - oder eben an dem überragenden Schlussmann der Schwaben. Am Ende unterlagen die Füchse mit 18:21 (9:11) und verpatzten damit den Start in die neue Saison.

„Mit nur 18 Toren kannst du kein Spiel gewinnen, das ist miserabel“, grantelte Füchse-Coach Petkovic nach der Pleite. „Wir haben viele Bälle verworfen und freie Würfe vergeben. Göppingen hat dieses Spiel verdient gewonnen.“

Die Füchse waren in der Fremde allerdings personell auch erheblich geschwächt. So war Kapitän Hans Lindberg am Donnerstagmittag am Knie operiert worden. Der 37-jährige Rechtsaußen hatte sich am Meniskus verletzt und fehlt dem EHF-Cup-Sieger nun auf unbestimmte Zeit. Auch Nationalspieler Fabian Wiede (Fuß) musste für den Start passen. Insgesamt fehlen den Berlinern aktuell sechs Top-Profis. „Da musste ich schon viel improvisieren. Und Hans und Fabi haben uns in der ersten und zweiten Welle gefehlt“, sagte Petkovic.

Die Füchse lagen in der 20. Minute erstmals mit drei Toren zurück. Kurz nach der Pause gelang noch einmal der Anschluss zum 10:11. Doch im Abschluss offenbarten die Gäste zu viele Schwächen, sodass Göppingen Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf fünf Tore (17:12/48. Minute) davonzog. Von diesem Polster zehrten die Schwaben vor allen dank ihres überragenden Torhüters Prost, der knapp 50 Prozent der Würfe parierte, bis zum Schluss.

Für Petkovic und sein Team gilt es, rasch die Lehren aus der Pleite zu ziehen, denn die kommenden Aufgaben habe es in sich. Auf den Heim-Auftakt gegen Minden am 30. August folgt die Partie gegen Meister Flensburg am 4. September (jeweils 19 Uhr, Schmeling-Halle). Außerdem spielten: Melsungen - Magdeburg 23:28 (14:16), Leipzig - Stuttgart 26:27 (11:12).

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