Blackpool

Hopp will als erster Deutscher bei World Matchplay glänzen

32 Dart-Spieler kämpfen in England um Phil-Taylor-Trophy

Blackpool. Rekordchampion Phil Taylor wird Max Hopp bei seiner ersten Teilnahme am World Matchplay nicht im Weg stehen. Nach dem Karriereende fehlt der 16-malige Sieger zwar bei seinem „Lieblingsturnier“, ist für Deutschlands Topdarter und Co. aber dennoch omnipräsent. In Anlehnung an die großen Erfolge des legendären Engländers kämpfen die 32 Teilnehmer in diesem Jahr erstmals um die Phil-Taylor-Trophy. Hopp greift an diesem Sonntag (14/20 Uhr, Sport1) in Blackpool/Großbritannien ins Geschehen ein.

Hopp wäre natürlich gern der Erste, der den Preis nach der Umbenennung mit nach Hause nehmen darf. „Mein Ziel ist klar, ich will da performen“, sagte er kurz vor Beginn des ältesten Events der Professional Darts Corporation (PDC). Hopp, erster Deutscher in der 24-jährigen Turniergeschichte, will „voll fokussiert“ die Bühne betreten.

Das wird auch nötig sein, denn sein Erstrundengegner ist der um 29 Positionen besser platzierte Engländer Ian White (Nr. 11), der seit Jahren zur Weltspitze gehört. Zwar spricht der direkte Vergleich mit 5:1 klar für den Hessen, das letzte Duell ging Ende Juni aber deutlich mit 2:6 verloren. „Wenn beide im Spielfluss sind und man ihm mit einem hohen Finish das Leg klaut, neigt er zu ein paar unsicheren Würfen und seine Körpersprache verändert sich“, sagt der 21-jährige Hopp, der seinen Gegner bestens analysiert hat.

Den Status des Topfavoriten haben beide beim World Matchplay aber nicht inne. Der kommt aus den Niederlanden. Michael van Gerwen ist seit Monaten das Synonym für Dominanz im Dartssport und will im Empress Ballroom seinen dritten Sieg holen. Nach dem vorzeitigen WM-Aus wäre es für „Mighty Mike“ beinahe ein enttäuschendes Jahr, wenn er sich nicht die nach seinem ärgsten Widersacher der letzten Jahre benannte Trophäe holt. Van Gerwens größte Konkurrenz um die Trophäe und 115.000 Pfund (knapp 129.000 Euro) Preisgeld kommt wie immer aus dem eigenen Land und Großbritannien. Weltmeister Rob Cross (England) ist in Blackpool auf der Jagd nach seinem zweiten großen Titel, zudem gehören die Schotten Gary Anderson und Peter Wright zum Favoritenkreis.