Marienfeld

Union-Sportchef Ruhnert ärgert sich über die Polizei

Marienfeld. Die Tage des 1. FC Union im Trainingslager in Klosterpforte/Marienfeld sind nicht zuletzt von der Suche nach einem Testspielgegner begleitet. Zwar bestreitet der Fußball-Zweitligist Dienstag eine Partie gegen Norwich City in Delbrück, doch ein für Freitag erhofftes Spiel konnte nicht realisiert werden. Die Polizei hat sämtliche Partien abgesagt. Dies betrifft nicht nur Union, sondern auch Eintracht Braunschweig, Paderborn oder Holstein Kiel.

Für Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, ein untragbarer Zustand: „Ich empfinde es als Unart, so mal eben zu entscheiden. Man muss erwarten dürfen, dass im Vorfeld solcher Spiele mit den Vereinen und deren Sicherheitsbeauftragten direkt kommuniziert wird, um eine Möglichkeit zu finden, wie man diese Spiele laufen lassen kann.“. Die Entscheidungen der Sicherheitsbehörden sind nach den Vorkommnissen der vergangenen Monate wie zum Beispiel bei den Ausschreitungen in der Drittliga-Relegation in Mannheim durchaus nachvollziehbar. Dennoch werfen sie ein schlechtes Licht auf die Zusammenarbeit mit den Klubs. Ruhnert: „Natürlich müssen wir Sicherheit als ersten Aspekt sehen. Aber wir haben in allen Profiklubs Leute, die dafür zuständig sind und dies in Verbindung mit DFL und DFB und in Zusammenarbeit mit der Polizei koordinieren.“