Springreiten

Bill Gates’ Tochter Jennifer reitet unterm Funkturm

Die Spring-Elite kämpft Ende vom 27. bis 29. Juli um eine Million Euro Preisgeld.

Jennifer Gates, Tochter des US-Milliardärs Bill Gates, startet in Berlin

Jennifer Gates, Tochter des US-Milliardärs Bill Gates, startet in Berlin

Foto: SMG / picture alliance / ZUMAPRESS.com

Berlin.  Nach der gelungenen Premiere des Global Jumping Berlin im vergangenen Jahr machen die weltbesten Springreiter auch in diesem Sommer wieder Station in der Hauptstadt. Acht der zehn besten Reiter der Weltrangliste werden vom 27. bis 29. Juli in Berlin am Start sein, sagt Veranstalter Volker Wulff. Auch die deutsche Elite werde mit Vorjahressieger Christian Ahlmann, Ludger Beerbaum, Marcus Ehning, und Daniel Deußer vollständig vertreten sein. Für zusätzlichen Glamour sorgt die Teilnahme von Jennifer Gates, Tochter von Microsoft-Gründer Bill Gates, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Turnier in Deutschland startet.

Das Fünf-Sterne-Turnier im Sommergarten auf dem Messegelände am Funkturm ist Teil der Global Champions Tour, der höchstdotierten Springsportserie der Welt. An drei Tagen werden insgesamt 15 Springprüfungen ausgetragen, sechs davon der höchsten Kategorie. Das Preisgeld beträgt rund eine Million Euro. Solche Summen wurden früher nicht einmal beim traditionsreichen Reitturnier CHI ausgeschüttet.

2003 hatte das CHI zuletzt stattgefunden, danach hatte es in Berlin mehr als ein Jahrzehnt kein internationales Springreitturnier mehr gegeben, von einem einjährigen Intermezzo 2009 in Tempelhof einmal abgesehen. Erst mit der Global Champions Tour kehrte der Reitsport im vergangenen Jahr zurück. 14.500 Zuschauer waren 2017 dabei – die Tribünen waren ausverkauft. Auch dieses Mal peilen die Organisatoren wieder ein volles Haus an. „Der Vorverkauf läuft hervorragend. Wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Prozent mehr Karten verkauft als im vergangenen Jahr“, sagt Organisator Wulff.

Viel zu bemängeln hatte der Veranstalter nach der ersten Auflage nicht: „Es hat auf Anhieb fast alles so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten.“ Lediglich die schon im vergangenen Jahr geäußerte Idee, zusätzlich Dressurwettbewerbe zu integrieren, ließ sich erneut nicht realisieren. „Wir haben darüber nachgedacht, aber kurzfristig ist das nicht umsetzbar“, so Wulff. Nur eine Woche nach dem CHIO in Aachen würde es selbst für die besten Dressurreiter schwer, in Berlin eine gute Leistung zu zeigen.