Basketball

LeBron James’ Ärger über den verschenkten Sieg im NBA-Finale

Die Cleveland Cavaliers verlieren gegen die Golden State Warriors – nach einem Irrtum und trotz der sensationellen 51 Punkte von James.

LeBron James war fassungslos nach der Schlusssirene

LeBron James war fassungslos nach der Schlusssirene

Foto: Marcio Jose Sanchez / dpa

LeBron James zeigte verzweifelt in Richtung Korb, er schrie sogar. Es half nichts. Fassungslos schaute er schließlich seinen Teamkollegen J.R. Smith an und schüttelte den Kopf. Nach dem fatalen Blackout stapfte James stinksauer zur Bank. 4,7 Sekunden waren im ersten Duell der NBA-Finals noch zu spielen, als sich Smith den folgenschweren Patzer leistete.

Statt nach einem Rebound aus kurzer Distanz den Wurf zu nehmen oder ein weiteres Foul zu provozieren, rannte Smith bei Gleichstand (107:107) völlig unverständlich in Richtung Mittellinie. James konnte es kaum glauben und wies seinem Mitspieler immer wieder den richtigen Weg. Doch die Sekunden tickten herunter, die Golden State Warriors um Stephen Curry retteten sich in die Verlängerung und sicherten sich dort schließlich mit 124:114 Spiel eins gegen die Cleveland Cavaliers.

James verlässt genervt die PK

James, einer der besten Basketballer der Geschichte, reagierte zunächst äußerst reflektiert auf den Aussetzer. „Wir hatten Chancen. Es geht weiter, die Partie ist vorbei und ich würde niemals einen meiner Teamkameraden abschreiben“, sagte der alles überragende Akteur. Doch in dem 33-Jährigen brodelte es gewaltig. Und so beendete er nach bohrenden Fragen der Journalisten zur Schlüsselszene kurzerhand die Pressekonferenz und marschierte von dannen.

Smith versuchte da noch immer, sich zu rechtfertigen. „Ich wusste, dass es unentschieden steht und dachte, wir nehmen eine Auszeit“, sagte der erfahrene Point Guard nach der unnötigen Niederlage. Doch die Darstellung nahm ihm kaum jemand ab. Trainer Tyronn Lue widersprach: „Er dachte, wir sind mit einem Punkt vorn, und es ist vorbei.“ Die Art der Entscheidung war für James und sein Team bitter. Dem Superstar gelang mit fantastischen 51 Punkten ein persönlicher Play-off-Rekord. Aber er verlor trotzdem.