Berlin

Skrzybski verlässt Union für seinen Lieblingsverein

Bei Schalke darf er auf Einsätze in der Champions League hoffen

Berlin. Das Gerücht waberte schon länger über der Alten Försterei in Köpenick, nun ist es Wirklichkeit: Stürmer Steven Skrzybski vom Zweitligisten 1. FC Union Berlin wechselt zum FC Schalke 04. Der 25-Jährige erhält beim deutschen Vizemeister einen Vertrag bis 2021. Skrzybski ist nach Mark Uth (Hoffenheim), Salif Sane (Hannover) und Suat Serdar (Mainz) der vierte Zugang für die Gelsenkirchener. Er hatte in Berlin noch einen bis 2020 gültigen Kontrakt, aus dem er für eine festgeschriebene Summe herausgekauft werden konnte. Diese soll 3,5 Millionen Euro betragen, berichtet die „WAZ“.

„Steven Skrzybski zählte zu den besten Zweitligaspielern der abgelaufenen Saison“, sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco, „er ist torgefährlich, gibt immer 100 Prozent und ist in seinem Spiel sehr variabel.“ Für den Berliner geht mit dem Wechsel ein Traum in Erfüllung. „Ich bin schon seit meiner Kindheit riesiger Schalke-Fan“, sagte Skrzybski. In 136 Zweitligaspielen gelangen ihm 29 Tore. Mit 14 Treffern belegte er in der abgelaufenen Saison in der Torschützenliste der 2. Bundesliga den zweiten Platz. Nun kann er sich in der nächsten Saison auf Einsätze in der Champions League freuen. Und ganz bestimmt wird auch sein Gehalt deutlich steigen.

Dennoch hing Skrzybski an dem Verein, bei dem er groß geworden ist, für den er 17 Jahre spielte. „Jeder kann sich vorstellen, dass ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht habe“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klubs, „Union zu verlassen, ist für mich ein besonderer Schritt, und natürlich spielt mein neuer Verein dabei eine ganz entscheidende Rolle. Union bin ich unendlich dankbar für meine Ausbildung und die jahrelange Unterstützung.“

„Wer Steven kennt, weiß, dass dieser Wechsel ihm sehr viel bedeutet“, wird Union-Präsident Dirk Zingler zitiert. „Ich habe vor einigen Wochen gesagt, dass wir seine Entscheidung respektieren. Das möchte ich nun tun und ihm zum Erreichen eines außerordentlichen sportlichen Ziels beglückwünschen.“ Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, ergänzt: „Für uns kommt dieser Wechsel nicht überraschend, im Gegenteil, Steven hat ihn sich mit einer überragenden Saison verdient.“